Emden - Schlangen, Geckos, und andere exotische Tiere lieben es warm. Doch bei den gestiegenen Energiekosten schlagen die Lebenshaltungskosten von Exoten stärker zu Buche. Bundesweit hat dies zu einer Abgabewelle der wärmeliebenden Haustiere geführt. Diese Entwicklung hatte das Tierheim Emden bereits im Sommer befürchtet, blieb davon aber noch weitestgehend verschont. Bis auf fünf Schlangen. Die sind der Einrichtung vor mehreren Monaten übereignet worden, weil die Wohnung dafür zu klein war. „Von einer Abgabewelle merken wir noch nichts“, sagte die stellvertretende Tierheimleiterin Yvonne Meyer in einem Gespräch mit dieser Zeitung. „Das mag aber noch mit den Abrechnungen kommen“, befürchtet sie. Doch die Aufnahmekapazität für exotische Haustiere ist begrenzt. Mit den fünf Schlangen ist der Platz nahezu gefüllt. Wie viele Exoten in Emder Haushalten leben, ist nicht bekannt.
Der deutsche Tierschutzbund befürchtet, dass sich die Lage in den nächsten Monaten weiter verschärfen könnte. In diesem Zusammenhang ist bereits der Ruf nach einem Rettungspaket laut geworden. Bund, Länder und Kommunen müssen demnach gemeinsam helfen, heißt es.
