Emden - Das Projekt des Emder Ökowerks, bei dem Schottergärten in blühende Oasen verwandelt werden, ist für den Bundespreis „Blauer Kompass“ nominiert. Damit haben sich die Emder mit „Falterfreu(n)de-Aktion: Vielfalt im Vorgarten“ gegen 220 andere Bewerber durchgesetzt und zählen zu den 20 nominierten Institutionen.
Bei Preisgewinn helfen
„Wir bitten alle Emderinnen und Emder für uns abzustimmen und dem Ökowerk zum Preisgewinn zu verhelfen“, sagt Dr. Frank Gaupels, Projektmanager im Ökowerk. Denn im nächsten Schritt wird die Öffentlichkeit über den Publikumspreis entscheiden. Dafür kann bis zum 8. Juni 2022 auf www.uba.de/tatenbank abgestimmt werden. Eine Jury wählt anschließend vier weitere Projekte für Auszeichnungen in den Einzelkategorien – Kommunen, private oder kommunale Unternehmen, Bildungs- und Forschungseinrichtungen sowie Vereine, Verbände und Stiftungen – aus.
Der Bundespreis „Blauer Kompass“ ist eine Auszeichnung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz und des Umweltbundesamts.
Bewerben konnten sich Kommunen, Unternehmen, Bildungs- und Forschungseinrichtungen, Vereine, Verbände und Stiftungen.
Der Preis ist die höchste staatliche Auszeichnung in Deutschland, die im Rahmen eines Wettbewerbs für Projekte zur Vorsorge und Anpassung an die Folgen des Klimawandels vergeben wird.
Ziel des Wettbewerbs ist es, innovative, wirksame und nachhaltige Lösungen für die Vorsorge und die Anpassung an die Folgen der globalen Erwärmung, wie Hitze, Dürre und Starkregen, zu präsentieren.
Freude beim Ökowerk
„Unser gesamtes Team fühlt sich in seiner Arbeit bestätigt“, sagt Dr. Katharina Mohr, Geschäftsführerin des Ökowerks, und freut sich über die Nominierung. „Wir sind gerade dabei, die zehn Gewinnergärten in Emden umzugestalten und es ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Menge Schotter abzutragen, bevor wir pflanzen können.“ Damit begegnen die Emder gleich mehreren Herausforderungen: Zum einen werden Lebensräume für Insekten in innerstädtischen Bereichen gefördert, zum anderen wird das Mikroklima in Straßenzügen durch Begrünung verbessert und Regen kann auf blühenden Flächen wesentlich besser versickern. Sollte sich das Ökowerk-Projekt in der letzten Runde gegen seine Mitstreiter durchsetzen und die 25.000 Euro Preisgeld erhalten, soll die Summe in weitere Maßnahmen zum Insektenschutz investiert werden, heißt es in einer Mitteilung.
Die Preisträger werden am 16. September im Rahmen einer Preisverleihung im Bundesumweltministerium in Berlin ausgezeichnet. Außerdem entsteht zu jedem Projekt ein Kurzfilm.
