Emden - Die Sanierung des Treckfahrtsweges hat in Emden bereits viel Staub aufgewirbelt – weil ein Straßenstück über den Resten eines jüdischen Friedhofs verläuft.

Zurzeit herrscht bei den Archäologen der Ostfriesischen Landschaft, die die Arbeiten begleiten, allerdings eine entspannte Stimmung. Dr. Jan F. Kegler: „Man bewegt sich bei den Arbeiten derzeit vollständig im Bereich des Straßenbaus der 50-er Jahre. Das ist aus unserer Sicht noch harmlos.“

Um die Art und Weise, wie der sensible Untergrund möglichst gut geschützt werden kann, hatte es längere Diskussionen gegeben. Die optimale Lösung – eine neue Straßenführung im Bereich des Friedhofes – war nicht durchzusetzen. Schließlich einigte man sich im Kreis mehrerer beteiligter Behörden und Institutionen auf eine Vorgehensweise nach dem Motto „so tief wie nötig, so flach wie möglich“.

Beim derzeit laufenden Setzen neuer Bordsteine lässt sich das offenbar einhalten. Dr. Jan F. Kegler gegenüber unserer Redaktion: „Bisher gab es bei dem Material dort keine Indizien für einen Zusammenhang mit dem alten Friedhof.“ Dabei sein wollen die Archäologen unter anderem, wenn im Baustellenbereich ein weiteres Kabel eingebracht wird. Das wird in geringer Tiefe verlaufen, die Arbeiten setzen aber zwei tiefe Baugruben voraus. Der Archäologe: „Das geschieht in einem Bereich, den wir interessant finden.“

Alf Hitschke
Alf Hitschke Emder Zeitung