Emden - Der Ritt durch den BEE-Wirtschaftsplan und der Budget-Kalkulation stoppte am Dienstagabend im Betriebsausschuss kurz an einem der größeren Posten: den „Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen“. Hinter ihm verbergen sich die Arbeiten und Kosten, die die Oberziele des Bau- und Entsorgungsbetriebs kennzeichnen, nämlich die Sanierung und Unterhaltung von Straßen, die Erhaltung und Aufwertung der öffentlichen Grünanlagen und die Beibehaltung der Verkehrssicherheit. Mit knapp fünf Millionen Euro schlagen die Aufwendungen hierfür auch entsprechend ins Kontor des Budgets. Dazu zählen 15 Positionen von der Straßenunterhaltung über insgesamt 499 Kilometer im Stadtgebiet mitsamt Winterdienst und Reinigung, über die Entwässerung, Baumpflege, Straßenbeleuchtung, Ampeln, bis nicht zuletzt der insgesamt 96 festen und acht beweglichen Brücken in Emden.
Der 220.000-Euro-Posten für Brücken wurde besonders diskutiert. Hier wurde allerdings auch deutlich gemacht, dass mit dieser Summe nur die Unterhaltung der Brücken finanziert werden kann, also Inspektionen, TÜV-Abnahmen und Kleinstreparaturen. Ausgenommen sind Komplett-Sanierungen, die gesondert geplant werden müssen. Nichtsdestotrotz würden auffällige Schäden immer sofort repariert, sagte der Fachbereichsleiter für Straßenbau, Wolfgang Fecht.
Auf einer Prioritätenliste für grundlegende Sanierungen oder den gesamten Austausch stehen aktuell, wie berichtet, die Bahnhofsbrücke mit ihren holprigen Kappen, die Fußgängerbrücke Franekerweg übers Larrelter Tief und die Brücke zum Blumenpavillon an der Bolardusstraße vorn. Wann die Umsetzung erfolgen kann, hängt vom Investitionsplan ab, der unabhängig von der Unterhaltung der Brücken zu betrachten ist. Fest steht indes, so Fecht, dass eine neue Brücke über dem Stadtgraben nicht wieder aus Holz sein wird. „Sie muss einfach länger halten.“
