Krummhörn - In die geplante Sanierung der Wirtschaftswege in der Krummhörn kommt jetzt Bewegung – zumindest auf acht Kilometern. Denn das dafür vorgesehene Flurbereinigungsverfahren Eilsum-Grimersum wurde kürzlich in Teilen genehmigt. Zwei Millionen Euro kostet der Ausbau einiger Wege, die hauptsächlich für den landwirtschaftlichen Verkehr genutzt werden. Doch zunächst müssen der Sanierung etliche Bäume weichen. Das teilte Projektleiter Josef Baalmann vom Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems in Aurich mit.
Auf acht Kilometern
Der Ausbau folgender Wege ist geplant: Alte Riede, Deichstraße, An der Quirkeborg, Bolkewehrster Weg, Emder Weg, Ostweg und der Grimersumer Wolder Weg. Außerdem werden teilweise der Neue Schafsweg und der Spiekerbohrweg saniert. Der Ausbau der Wege soll in diesem und im nächsten Jahr erfolgen. Die Kosten werden zu 75 Prozent von der Europäischen Union, dem Bund und dem Land Niedersachsen bezuschusst. Die restlichen 25 Prozent tragen die Teilnehmergemeinschaft, der die einzelnen Flächen gehören, und die Gemeinde Krummhörn.
Baumfällung
Bis die eigentlichen Wege und Straßen aber saniert werden können, müssen erst Bäume weichen. Dabei handelt es sich um Baumreihen von Hybridpappeln. Die stehen entlang des Emder Wegs und des Grimersumer Wolder Wegs. „Die in der Krummhörn nicht standorttypischen Bäume stehen zu nah an den Fahrbahnen und haben diese durch ihre Wurzeln beschädigt“, teilte Baalmann mit. Zudem ist die Lebenserwartung von 70 bis 80 Jahren fast erreicht, sodass die Standsicherheit der Bäume eine zusätzliche Gefahr darstellen würde, heißt es. Daneben sollen im Bereich des Ostweges zwei weitere Bäume gefällt werden. Die Fällung erfolgt, so heißt es, in enger Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Aurich.
Neupflanzungen geplant
Die betreffenden Baumreihen wurden im Vorfeld auf mögliche Fledermaushabitate untersucht. Bäume mit Fledermausbewohnern werden nicht gefällt, sondern oberhalb deren Behausung gekappt und stehengelassen. Die mit der Entfernung der Bäume entstehenden Eingriffe in die Natur werden durch Neupflanzungen einheimischer Gehölze „umfassend kompensiert“. Dieser Ausgleich soll innerhalb des Verfahrensgebietes erfolgen.
