Emden - Der Bagger steht bereit und drei Mitarbeiter der Emder Baufirma Huchtmann verlegen in der Fußgängerzone Zwischen beiden Sielen Klinker in Höhe eines leerstehenden Geschäfts, in der sich einmal ein Blumenladen befand. Ganz wie versprochen – streng genommen sogar eine Woche früher – haben die Sanierungsarbeiten am Montag nach der Weihnachtspause wieder begonnen.

Es geht mühsam dort voran, weil der Zugang zu den Geschäften möglichst nicht beeinträchtigt werden soll. Dadurch müssen die Arbeiten in Abschnitte eingeteilt werden und es kann nicht durchgearbeitet werden. Auch wird Emdens älteste Fußgängerzone rundum saniert. Das bedeutet: Auch die Leitungen und die Hausanschlüsse für die Stadtwerke sowie die Kanalleitungen werden neu verlegt. Das ist im vergangenen Jahr größtenteils schon geschehen. „Jetzt ist relativ offenes Wetter und da kann man wieder normal arbeiten. Bei dem Regen in der vergangenen Woche wäre das nicht so gut gegangen“, sagte Thomas Schoolmann von Huchtmann auf Anfrage dieser Redaktion. Teilweise stand zwischen den Jahren das Oberflächenwasser in der provisorisch zugeschütteten Straße knöcheltief.

Lieferengpässe hat es bisher bei den Baumaterialien in bedeutendem Umfang nicht gegeben. Auch zum Jahresbeginn stehen jetzt Paletten mit Bockhorner Kliniker bereit, um den neuen Abschnitt vor den Häusern zu pflastern. In den nächsten Tagen soll auch eine Holzbank um das Rondell, in deren Mitte die Platane vor der Löwen-Apotheke steht, angebracht werden. Die alte Klinkerbank wurde entfernt. Geplant ist, die Fußgängerzone im Stil des Neuen Marktes herzurichten. Sitzbänke, kleine eckige Straßenlaternen, Klinkerpflaster und Lichteffekte sind geplant. Was das genau kosten wird, steht noch nicht fest. Bis zu 400 000 Euro waren es bei den ersten Planungen 2019 für die rund 120 Meter lange Straße, inklusive des „Roten Platzes“ vor der Löwen-Apotheke. Bis zum Sommer soll die Sanierung abgeschlossen sein.

Ute Lipperheide
Ute Lipperheide Emder Zeitung