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Bauen in Ostfriesland Krummhörner halten trotz Inflation an Grundstücken fest

Der Blick von der Baustellenzufahrt ins Baugebiet Escherweg in Pewsum lässt es erahnen: Hier ist nicht mehr viel Platz.

Der Blick von der Baustellenzufahrt ins Baugebiet Escherweg in Pewsum lässt es erahnen: Hier ist nicht mehr viel Platz.

Saathoff

Krummhörn - Inflation und steigende Baukosten machen den Krummhörner Bauwilligen offenbar kaum zu schaffen. In beiden Neubaugebieten in Pewsum und in Greetsiel gab es bis dato jeweils nur fünf Rückgaben, teilte die Niedersächsische Landgesellschaft (NLG) als Verkäuferin der Grundstücke mit. Von gesamt rund 170 Grundstücken, die zur Verfügung standen. Leer geblieben sind die Grundstücke nach dem Absprung der Interessenten allerdings nicht.

Über die Gründe für die Absprünge konnte Jacobus Penning von der NLG gegenüber dieser Redaktion keine Angaben machen. Die Gründe würden üblicherweise nicht mitgeteilt. Ob es in diesen zehn Fällen an geplatzten Finanzierungen lag, an alternativen Grundstücken oder etwa an veränderten Lebensumständen bleibt entsprechend Spekulation.

Weniger spekulativ ist die Einschätzung, ob es nun aufgrund der gegenwärtigen Situation einen Anstieg an Kaufrückzügen gab. Dem sei nämlich nicht der Fall, so Penning. Fünf Rückgaben von reservierten Grundstücken seien in Baugebieten dieser Größenordnung „völlig normal“ – auch vor zweistelligen Inflationsraten oder pandemischen Ausnahmesituationen.

Insgesamt seien im Pewsumer Baugebiet „Zum Escherweg“ alle Baugrundstücke quasi vergriffen. „Der größte Teil ist verkauft“, so Penning.

Vorbehalte und Sorgen

Für den kleinen letzten Rest lägen Reservierungen vor. Insgesamt waren hier knapp 60 Grundstücke zu haben. In den vergangenen Jahren war in Politik und Verwaltung immer wieder die Rede davon, dass es relativ zeitig nach dem ersten Bauabschnitt am Escherweg mit dem zweiten Bauabschnitt dieses Baugebiets in Richtung IGS zusätzliche Plätze geben würde. Anfang dieses Jahres kam allerdings heraus, dass es da durchaus Vorbehalte gibt, nachdem Ratsherrin Nadine Booken (SWK) an eine zügige Umsetzung appelliert hatte. So gibt es etwa die Sorge, dass durch Bauplätze im Norden des Ortes die Verkehrsbelastung in Richtung des südöstlich gelegenen Emdens erheblich zunehmen könnte.

Zweite Runde beendet

In Greetsiel wiederum sei die zweite Vergaberunde für die vergünstigten Baugrundstücke an Einheimischen inzwischen abgeschlossen und die Gemeinde habe kürzlich die Liste der Glücklichen zur Verfügung gestellt. Im Greetsieler Großgebiet Grachten II steht ein Kontingent von 40 der insgesamt etwa 110 Baugrundstücke zum vergünstigten Preis von 99 Euro pro Quadratmeter für Einheimische zur Verfügung. „Hier sind mehr als die Hälfte der Baugrundstücke bereits verkauft“, so die NLG.

Ein weiteres Drittel der Grundstücke werde aktuell zur Beurkundung vorbereitet. Im nicht preisreduzierten Bereich scharren Investoren mit den Hufen, da dort auch Ferienwohnungen erlaubt sind. Hier sind die Preise sehr viel höher. Über die Zahl der dort bereits verkauften Grundstücke machte die NLG keine Angaben.

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