Emden - Rund 250 Schüler und Schülerinnen der Berufsbildenden Schulen I nahmen kurz vor den Sommerferien an der Schulbildungsveranstaltung „Energievision2050“ teil. Die Veranstaltung sollte zum Nachdenken anregen und zu innovativen Ideen im Energiebereich inspirieren. Das hat gerade vor der drohenden Versorgungskrise eine enorme Bedeutung bekommen. Ziel der Veranstaltung mit dem Titel „Energievision2050 – Unser Klima. Meine Energie. Deine Zukunft“ war es, die jungen Menschen zu motivieren, das Klimaschutzgeschehen regional aber auch global zu betrachten und neue Visionen für eine klimagerechte und -neutrale Zukunft zu entwickeln. Das teilte Ricarda Kupzok vom Hamburger Verein „Multivision e.V.“ mit, der die Veranstaltung organisiert hatte. Unterstützung gab es von Jann Gerdes, Klimaschutzmanager der Stadt Emden.

Die Schüler wurden über verschiedene Energiequellen informiert, sensibilisiert und vor allem aktiviert, neue Quellen auszuprobieren und im Schulalltag sowie privaten Alltag einzubinden, betonte Kupzok. Dazu wurde der Klimawandel mit seinen sozialen und ökologischen Folgen behandelt. „Das Thema Energie in Verbindung mit dem Klimawandel ist aktueller denn je und kann nicht oft genug thematisiert werden“, wird Fachlehrerin Sabine Eilert in der Mitteilung zitiert.

Doch wie kann eine veränderte Energienutzung in Emden und ganz besonders an den Berufsbildenden Schulen I gehandhabt werden? Eine Schulklasse der einjährigen Berufsfachschule Wirtschaft, die ein Wirtschaft-Live-Unternehmen namens „FairNaschen“ betreibt, möchte ein Projekt zur Vermeidung der Grundwasserverunreinigung durchführen. Laut Eilert „hat die Klasse bereits Kontakt mit dem Entsorgungsbetrieb der Stadt Emden aufgenommen.“ Es zeigt sich: Auch als Schüler könne man etwas bewirken, man müsse nur den Mut haben, seine Ideen auszusprechen und sie gemeinsam mit weiteren Akteuren umzusetzen, ist der Verein überzeugt.

Dass das funktionieren kann, zeigt sich insbesondere am Veranstaltungsort. „Wurde dort doch erst vor Kurzem auf Initiative von Schülerinnen und Schüler eine große Photovoltaik-Anlage durch Stadtwerke und Stadt errichtet und in Betrieb genommen“, so Klimaschutzmanager Jann Gerdes.