Emden - Um Angehörigen von Langzeitvermissten den Weg zurück ins Leben zu ebnen, hat der Emder Verein „Vermisst in Niedersachsen“ (VerNie) sich mit seinem einzigartigen Projekt „Weer up Padd“ bei der bundesweit ausgelobten Spendenaktion „Herzensprojekte“ der in Berlin ansässigen WBS-Gruppe beworben. Das dabei angepeilte Ziel verpasste der Verein nur knapp.
100 Vereine hatten sich in diesem Jahr für diese Spendenaktion qualifiziert, darunter auch der Emder Verein VerNie (wir berichteten). Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, Angehörige von vermissten Personen in Niedersachsen zu betreuen und die Suche nach Vermissten zu fördern. Die Emder wollten gerne auf einen der ersten 40 Plätze landen. Dann hätten sie sich über 5000 Euro freuen können.
Entscheidend war die Anzahl der abgegebenen Stimmen. 452 Stimmen konnte VerNie für sich verbuchen und belegte damit zeitweise Platz 37. Da aber vier Vereine auf weit vorderen Plätzen Stimmengleichheit hatten, rutschte VerNie am Ende des Votings auf Platz 41 ab, teilte Vereinsvorsitzender Walter Büttner in einem Gespräch mit dieser Zeitung mit. Zum größeren Geldsegen fehlten lediglich sechs Stimmen. „Trotzdem freuen wir uns sehr, dass unser kleiner Verein 1500 Euro bekommt“, betont Büttner. Im nächsten Jahr will der Verein es erneut versuchen.
Das Geld investiert VerNie in sein Projekt „Weer up Padd“. Es soll besonders den Menschen auf ihrem Weg zurück ins Leben und den Alltag helfen, die über viele Jahre zwischen Bangen und Hoffen lebten, weil sie einen geliebten Menschen vermissen und dabei häufig selber in eine Hoffnungslosigkeit gefallen sind, in der sie auch sich selbst vergessen und vernachlässigt haben.
