Emden - Insgesamt 86.400 Euro verteilt die Hochschule Emden/Leer in diesem Jahr als Stipendium an 24 Studierende. 150 Bewerbungen lagen der Hochschule für das Deutschland-Stipendium vor, das die Studierenden oder solche, die es werden wollen, mit 300 Euro monatlich ein Jahr lang unterstützt.
Eigentlich angesichts der 4500 Studierende der Hochschule noch recht wenig Bewerber, wie Wilfried Grunau vom Präsidialbüro sagte, das sich um die Förderungs-Organisation kümmert. Allerdings sind die Anforderungen für die Bewerber auch nicht gerade gering. Es zählen unter anderem die Durchschnittsnoten im Studium, des Abiturs oder Berufsabschlusses. Weiteres zwingendes Kriterium ist ehrenamtliches Engagement in der Hochschule – etwa im Bereich Nachhaltigkeit oder Projektteilnahme im Studierendenaustausch oder auch außerhalb – etwa in der Kirche, Gemeinwesen oder Hospiz. Erschwerte Bedingungen durch soziale Herkunft werden außerdem betrachtet. „Das alles zusammengenommen ergibt herausragende Studierende“, sagte Grunau.
Reines Leistungsstipendium
Generell ermutigt Grunau Studierende, sich um eines der vielfältigen Stipendien an der Hochschule zu bemühen. Es zählen bei vielen nicht nur Noten, sondern bei einigen auch vorrangig besondere Lebensbedingungen. Schließlich ist es das Wesen von Stipendien, Menschen auf ihrem Bildungsweg zu unterstützen. Grunau: „Beim Deutschlandstipendium handelt es sich aber um ein reines Leistungsstipendium.“
Das Besondere an dem 2022 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung bundesweit eingeführten Deutschlandstipendium ist, dass sich private Förderer aus der regionalen Wirtschaft oder Stiftungen und der Bund die Finanzierung teilen. Heißt: Jeder Förderer gibt 1800 Euro, die gleiche Summe kommt vom Bundesministerium, sodass sich 3600 Euro für das Förderjahr ergeben. Ziel ist es, leistungsstarke und engagierte junge Menschen auf ihrem Bildungsweg zu unterstützen und die Stipendienkultur in Deutschland weiterzuentwickeln.
Rund 700.000 Euro in elf Jahren
Für die 24 Emder Stipendiaten gab es jetzt eine kleine Feierstunde mit Überreichung der Urkunden. Hochschulpräsident Prof. Dr. Gerhard Kreutz lobte die Stipendiaten und deren Förderer. „Durch das Engagement der Förderinnen und Förderer wird nicht nur den Studierenden, sondern auch der Gesellschaft und der Wirtschaft das wichtigste Werkzeug an die Hand gegeben, um im Innovationswettbewerb erfolgreich zu sein: Bildung und die dadurch entstehenden Chancen.“
In den vergangenen elf Jahren hat die Hochschule insgesamt rund 700.000 Euro an Stipendien eingeworben und damit bereits 200 Studierende fördern können.
