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Bremer Ingenieurpreis Emder Hochschulabsolvent bringt Robotern das Sehen bei

Feierstunde im Ecomat Bremen: (v.l.) Prof. Dr.-Ing. Dirk Rabe (Technik-Dekan Hochschule Emden/Leer), Vorstandsvorsitzender M.Sc. Ingo Hunfeld (Vorstandsvorsitzender Bremer Bezirksverein des VDI), Hendrik Boomgaarden (M. Eng.), Dipl. Ing. Michael Frieß (Standortverantwortlicher und Leiter Produktion des Mercedes-Benz Werks Bremen).

Feierstunde im Ecomat Bremen: (v.l.) Prof. Dr.-Ing. Dirk Rabe (Technik-Dekan Hochschule Emden/Leer), Vorstandsvorsitzender M.Sc. Ingo Hunfeld (Vorstandsvorsitzender Bremer Bezirksverein des VDI), Hendrik Boomgaarden (M. Eng.), Dipl. Ing. Michael Frieß (Standortverantwortlicher und Leiter Produktion des Mercedes-Benz Werks Bremen).

Hochschule

Emden - Keine Woche ist es her, da erhielt die Hochschule Emden/Leer Bestbewertungen des renommierten CHE-Rankings für ihre Ausbildung im Maschinenbau. Jetzt folgte eine Einzelauszeichnung eines Absolventen der Hochschule, der gewissermaßen auch Produkt dieser Lehre im Fachbereich Technik der Emder Hochschule ist. Hendrik Boomgaarden ist für seine herausragende Masterarbeit mit dem Bremer Ingenieurpreis 2022 ausgezeichnet worden. In seiner Abschlussarbeit wird, vereinfacht ausgedrückt, genau beschrieben, wie Roboter besser sehen können. 

Schnittstellen verknüpfen

Boomgaarden kommt aus der Krummhörn (Campen) und hat an der Hochschule Emden/Leer den Masterstudiengang Industrial Informatics absolviert. Der 26-Jährige hatte sich mit der Entwicklung eines Computerchips befasst und untersucht, ob diese Technologie die Umgebungswahrnehmung und damit den sicheren und effizienten Einsatz von Robotern optimieren kann. Seine Abschlussarbeit behandelt deshalb das Thema „Entwurf und Implementierung eines eingebetteten Stereokamerasystems auf Basis eines System-On-Chip FPGAS“. Hinter dem Begriff „FPGA“ (Field Programmable Gate Array) verbirgt sich eine Methode, bei der digitale Schaltkreise ganz individuell an bestimmte Funktionen, also beispielsweise bei der Programmierung eines Roboters, angepasst und mit vielen Schnittstellen im System verknüpft werden können. FPGAs sind nahezu frei programmierbar und können viel.

Genauer und schneller

In seiner Masterarbeit wendete Boomgaarden diese Technologie an, um die Kameras von Robotern so zu konfigurieren, dass die Wahrnehmung der Umgebung noch genauer und schneller bei der ausführenden Maschine ankommt. „Für mobile Roboter ist die Fähigkeit der Wahrnehmung der Umgebung von großer Bedeutung, um in unbekannten, dynamischen Umgebungen autonom und sicher agieren zu können“, so Hendrik Boomgaarden. Stereokameras würden in diesem Zusammenhang räumliches Sehen und die Abschätzung von Entfernungen ermöglichen.

Prototyp in 20 Wochen

Die Jury begründete ihre Entscheidung besonders mit dem umfangreichen Aufgabenspektrum, das Boomgaarden in der 20-wöchigen Bearbeitungszeit zu bewältigen hatte. Durch sein außerordentlich strukturiertes Vorgehen gelang es ihm, ein komplettes Prototypensystem vom Entwurf bis zur Erprobung in diesem engen Zeitrahmen erfolgreich umzusetzen.

Betreut wurde Hendrik Boomgaarden von Prof. Dr. Dirk Rabe, Dekan des Fachbereichs Technik und Lehrender mit dem Schwerpunkt auf Digitaltechnik. Im vergangenen Jahr wurde bereits eine von Prof. Dr. Sven-Carsten Lange aus der Abteilung Maschinenbau betreute Masterarbeit mit dem Bremer Ingenieurpreis des VDI prämiert. „Dies ist ein deutlicher Ausdruck dafür, dass wir unsere Studierenden auf ihrem Weg zu wissenschaftlich kompetenten Ingenieuren erfolgreich begleiten – und uns hierbei im Wettbewerb mit anderen Hochschulen hervorragend schlagen“, so Rabe.

Der vom Kuratorium des Bremer VDI-Bezirksvereins gestiftete und mit 1000 Euro dotierte Preis wurde bei einer Feierstunde im Ecomat Bremen vergeben. Die Laudatio auf die Preisträger - neben Boomgarden wurde auch ein Master-Absolvent der Universität Bremen ausgezeichnet – hielt Michael Frieß, Standortverantwortlicher und Leiter Produktion des Mercedes-Benz Werks Bremen.

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