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Gemeinderat Hinte gegen Förderung von Concordia Sanierung der Sporthalle gilt als vordringlich

Das Kopfende vom Gemeinderat in Hinte bei der Sitzung: (v.l.) Andreas Weerda (SPD), Sascha Ukena (stv. Bürgermeister), Bürgermeister Uwe Redenius (parteil.), Vorsitzender Erich Saathoff (SPD) und der Bauamtsleiter Norbert Dubbels. Im Hintergrund eine Besucherin.

Das Kopfende vom Gemeinderat in Hinte bei der Sitzung: (v.l.) Andreas Weerda (SPD), Sascha Ukena (stv. Bürgermeister), Bürgermeister Uwe Redenius (parteil.), Vorsitzender Erich Saathoff (SPD) und der Bauamtsleiter Norbert Dubbels. Im Hintergrund eine Besucherin.

Axel Pries

Hinte - Eine Woche lang durfte man hoffen beim SV Concordia Suurhusen, doch am Donnerstagabend die Ernüchterung: Hintes Gemeinderat lehnte per Beschluss die Unterstützung der Gemeinde bei einem Antrag des Vereins ab. Mit Fördermitteln des Bundes wollte Concordia Suurhusen das Vereinsheim energetisch sanieren lassen, doch dabei hätte auch die Gemeinde zehn Prozent der Kosten übernehmen müssen. Das lehnte der Rat mit der Mehrheit der SPD ab. Beim Verein reagiert man enttäuscht.

Es sei ein sehr gut gemachter Antrag, erklärte dazu der Fraktionsvorsitzende Andreas Weerda. Aber: „Der Antrag bildet nur den einen Verein ab und nicht alle.“ Aber er könnte zu einem Hindernis für ein Förderanliegen sein, dass der Gemeinde viel wichtiger sei: die Sanierung der Dreifachhalle. Beide Projekte hätten aus demselben Fördertopf beim Bund unterstützt werden sollen, und die Anträge wären parallel gestellt worden.

Dreifach-Halle herausragend

„Das herausragende Projekt des Jahres“: SPD-Sprecher Andreas Weerda. Foto: aep

„Das herausragende Projekt des Jahres“: SPD-Sprecher Andreas Weerda. Foto: aep

Das wolle die SPD vermeiden, erklärte der Fraktionssprecher: „Für uns ist die Dreifach-Halle das herausragende Projekt des Jahres.“ Deren Sanierung, die mit rund 4,5 Millionen Euro Kosten veranschlagt ist und nur mit großzügiger Förderung aus dem Fördertopf getragen werden kann, sei derart vordringlich, dass man kein Risiko eingehen wolle. Die Gemeinde setze mit ihrem Antrag „alles auf eine Karte“. Das 160.000 Euro Projekt von Concordia, so wurde von Anfang an diskutiert, könnte in Berlin als Konkurrenz-Projekt verstanden werden. Der Concordia-Vorsitzende Dennis Igelmann hatte bei seiner Vorstellung des Vorhabens erklärt, dass der Verein seinen Antrag zurückziehen werde, wenn dieser Fall eintrete. In Berlin sei signalisiert worden, dass die Antragsteller gewarnt würden.

Doch auf dieses Versprechen mochte die SPD nicht setzen, befand Andreas Weerda. Der Verein habe aber sehr wohl noch weitere Chancen, diesen Antrag zu stellen, da das Förderprogramm noch bis 2027 laufe. Er regte an, dass Dennis Igelmann als Vorsitzender eines Vereins auch die anderen Vereine nach ähnlichen Sanierungsvorhaben abfragt. Gegebenenfalls könnten dann mehrere Vereine einen gemeinsamen Antrag auf Förderung stellen. „Das würden wir unterstützen.“

CDU: Concordia als Vorbild

Der Aussage widersprach die CDU-Fraktion: „Warum ist das ein Entweder-Oder?“ fragte Jannik-Alexander Buchholz. „Wir sollten dankbar sein für jeden Antrag.“ Mit dem Vorhaben nehme Concordia eine Vorreiterstellung ein, die andere anregen könnte. Das Sanierungsprojekt sei gut im Sinne von Nachhaltigkeit.

Aber auch Bürgermeister Uwe Redenius (parteil) argumentierte gegen den Concordia-Antrag: Die jetzige Antragstellung der Gemeinde sei „die letzte Gelegenheit für die Halle“. Er befürchte, dass die beiden Anträge stillschweigend doch als konkurrierend wahrgenommen werden könnten. Und dann sei zu befürchten, dass bei einer Abwägung zwischen 160.000 und 4,5 Millionen Euro das kleinere Projekt gefördert werde. Im nächsten Jahr aber werde die Gemeinde jeden Verein mit ähnlichen Vorhaben unterstützen und „mit einer neuen Karte ins Rennen schicken.

Axel Pries
Axel Pries Ostfriesland-Redaktion/Leer
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