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Serie „Damals in Emden“ Das Besondere in Barenburg

Marten Klose
Pergola, Lattenzaun, Gartenpforte: Ein Blick in die Freiligrath-Straße.

Pergola, Lattenzaun, Gartenpforte: Ein Blick in die Freiligrath-Straße.

Album Karl Kath

Emden - Ist die Rede von Barenburg, denkt man oft an U-Block und „Glaspalast“, die Barenburgschule, an „Big Point“ und das alte Post-Sportgelände. Aber Barenburg hat auch eine ganz andere architektonische Seite, die nichts mit den Zweckbauten der 1970er gemeinsam hat.

Aus den 1920er-Jahren

Etwa die Häuser in der Freiligrath- und Schillerstraße und der benachbarten August-Bebel-Straße. Die Reihen- und Mehrfamilienhäuser stammen aus den 1920er-Jahren, weisen Elemente des Klinker-Expressionismus auf und sind es wert, bei einem Spaziergang mal näher unter die Lupe genommen zu werden. Interessant sind etwa die Mehrfamilienhäuser der Freiligrathstraße (Nummern 1-45), deren Mauerwerk aufwendig verziert ist. Aus einer dieser Wohnungen wurden in den 1950ern zwei Fotos gemacht, die die Idylle der Straße gut dokumentieren. Hübsch gestaltete Türen und Fenster, weiß gestrichene Vorgarten-Zäune und eine altertümliche Laterne, die heute längst verschwunden ist. Entworfen worden war die zweigeschossige Häuserzeile aus Backstein und mit Satteldach von den Architekten Theodor Allwardt und Johannes Niederstraßer. Maueranker verraten ihr Baujahr: 1928. Die goldenen Zwanziger und damit auch eine für Emden bedeutende Bau-Epoche ging langsam zu Ende.

Sprossenfenster und Laterne der Marke „Ganz schön alt“ in der Freiligrathstraße. Bild: Album Karl Kath

Sprossenfenster und Laterne der Marke „Ganz schön alt“ in der Freiligrathstraße. Bild: Album Karl Kath

Backstein-Ornamentik

<p>                <div>                        Backstein-Ornamentik und Ausgeh-Uniform: Louis Hoogestraat in der August-Bebel-Straße 70. Bild: privat                     </div>            </p>

Backstein-Ornamentik und Ausgeh-Uniform: Louis Hoogestraat in der August-Bebel-Straße 70. Bild: privat

In jenen Jahren entstanden auch die Wohnzeilen in der August-Bebel-Straße. Auch dort lohnt genaues Hingucken. Eine Backstein-Ornamentik und Handwerkskunst, wie sie heute wohl kaum noch zu bezahlen wäre. Was müssen die Maurer damals für Zeit aufgewendet haben, um die Ziegel so formschön anzuordnen. Ein Bild ist erhalten, das den Emder Louis Hoogestraat vor dem Eingang seines Elternhauses in der August-Bebel-Straße zeigt. Hoogestraat, eigentlich bei der Bahn beschäftigt, war zu der Zeit als Soldat im Zweiten Weltkrieg eingezogen und ließ sich mit seiner Uniform ablichten. Eine Erinnerung an den Sohn fürs Familien-Album und ein Zeugnis der schönen Maurer-Kunst Emder Handwerker.

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Junger Mann, harte Arbeit: Die Gärten in der Freiligrathstraße. Bild: Album Karl Kath

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