Emden - Der Ortsverein Widdelswehr-Petkum des Deutschen Roten Kreuzes ist insgesamt gut durch die vergangenen zwei Jahre gekommen. Das geht aus den Jahresberichten für 2020 und 2021 hervor, die in der Mitgliederversammlung kürzlich vorgelegt wurden. Ohne Sorgen ist der Ortsverein allerdings nicht: Die Zahl der Mitglieder sinkt, wie in anderen Vereinen auch, durch Sterbefälle. Zugleich machte es die Corona-Situation lange Zeit unmöglich, aktiv um neue Mitglieder zu werben.
Der Verein hatte 2021 auf seine Mitgliederversammlung verzichten müssen, dieses Jahr war der übliche Termin im Frühjahr wegen der Coronapandemie nicht zu halten. In einer Pressemitteilung des DRK heißt es dazu: „Das Jahr 2022 ist gefühlt schon so weit, dass man eigentlich fast den Rechenschaftsbericht für dieses Jahr erwartet.“
Ruhiges Fahrwasser
„Wir waren im Vorstand bemüht, unseren Verein in möglichst ruhigem Fahrwasser zu halten und haben eigentlich so weitergemacht, wie es seit vielen Jahren erfolgreich lief und läuft“, heißt es in der Mitteilung weiter. Aus den Berichten geht hervor, dass dieses Ziel weitgehend erreicht wurde. So kam der Vorstand, der Satzung entsprechend, regelmäßig zusammen. Die Finanzen des Ortsvereins sind solide, der Kassenstand ist „sehr gut“.
Positiv fällt auch die Beurteilung der Aktivitäten in einzelnen Bereichen des Ortsvereins aus: „In allen Gruppen wurde wieder hervorragende Arbeit geleistet.“ Der Vorstand nennt auch Beispiele für erfolgreiche Arbeit. Eines davon: „Bei drei Blutspendeterminen pro Jahr hatten wir durchschnittlich wieder cirka 260 Spender pro Jahr. Das entspricht fast genau den Vorjahreswerten und ist damit sehr erfreulich.“
Unter den Folgen der Corona-Pandemie litten allerdings Angebote wie vorweihnachtliche Feiern für die Älteren – sie fanden 2020 und 2021 nicht statt. Und auch die Seniorengymnastik fiel der Pandemie zum Opfer. Beides möchte der Ortsverein nach Möglichkeit wieder aufleben lassen.
Mitgliederzahl sinkt
Das Problem einer sinkenden Mitgliederzahl will man ebenfalls angehen. Ursache hierfür: „Klassische Austritte haben wir nach wie vor nur sehr wenige. Leider schlägt aber der demografische Wandel auch bei uns zu und wir verlieren Mitglieder, weil sie leider versterben.“ Zugleich war in den vergangenen Jahren eine aktive Mitgliederwerbung nicht möglich. Fördernde Mitglieder zu gewinnen, sei durch die anhaltende Krisensituation mit Kostensteigerungen in allen Bereichen derzeit nicht leicht.
Lobend erwähnte der Vorstand in seinen beiden Jahresberichten die Bereitschaft des Ortsvereins. Sie absolvierte im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie zahlreiche Einsätze, unter anderem in den Testzentren des DRK. Zudem sind nach wie vor alle Bereitschaftsmitglieder an Bord. Neuer Leiter der Bereitschaft ist Jens Spannhoff. Er folgt seinem Vater Werner Spannhoff, der nach 30 Jahren in diesem Amt nicht erneut zur Wahl stand. Die Bereitschaft kommt immer montags um 19.45 Uhr in der Leeranerstraße 15 zusammen und freut sich über neue Mitstreiter.
Vorstand neu gewählt
Das Ergebnis der Vorstandswahlen – jeweils einstimmig gewählt wurden: Vorsitzender: Stefan Brinkmann; stellvertretender Vorsitzender: Harald Wiers (er hat die Position mit Stefan Brinkmann getauscht); Schatzmeister: Rainer Spannhoff; Schriftführerin: Marion Oelrichs-Brinkmann; Vertreterin der Gruppen: Edda Melles; Bereitschaft: Jens Spannhoff; Mitgliederverwaltung: Werner Spannhoff.
