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Baumaßnahme in der Emder Innenstadt Sanierungsarbeiten sind für Geschäftswelt eine Belastung

Während der eine oder andere interessiert den Arbeiten in der Straße Zwischen beiden Sielen zuguckt, sind viele Kunden von der aktuellen Situation mit langem Bauzaun und schmalen Gängen genervt.

Während der eine oder andere interessiert den Arbeiten in der Straße Zwischen beiden Sielen zuguckt, sind viele Kunden von der aktuellen Situation mit langem Bauzaun und schmalen Gängen genervt.

Axel Pries

Emden - Die neuen Wasserleitungen sind schon eingebunden und eigentlich läuft es bei den Arbeiten in der Emder Innenstadt auch ganz gut – zumindest aus Sicht der ausführenden Firma Huchtmann und ihrem Auftraggeber, den Emder Stadtwerken. Doch die Geschäftswelt in der Straße Zwischen beiden Sielen leidet sehr. „Es ist eine Katastrophe“, sagte Kirsten Hoogstraat im Gespräch mit unserer Zeitung. Hoogstraat leitet die Buchholzfiliale an der Straße, die vor allem im Außenbereich ein Treffpunkt für viele Emderinnen und Emder ist. Doch der Platz dafür ist aktuell begrenzt.

Bauzaun trennt gegenüberliegende Ladenzeilen

Seit rund zwei Wochen trennt nämlich ein langer Bauzaun große Teile der Straße. An den Seiten können Fußgänger nördlich und südlich der Straße nur noch schmale Gänge nutzen. „Die Kunden sind genervt“, hat auch Jane Schröder vom Dekogeschäft Nanu-Nana in den vergangenen Tagen festgestellt. Trotzdem hab sie aktuell noch gut zu tun: „Es ist Ostern.“ Die Laufkundschaft habe sich jedoch seit der Einrichtung der Baustelle deutlich verringert. Gar von einem Umsatzrückgang von 60 Prozent spricht Hoogstraat. „Es gibt nur vereinzelt Leute, die sich hierher verirren.“ An den Markttagen sei der Zulauf zwar immer noch in Ordnung, die übrigen Tage bereiten der Bäckereiverkäuferin allerdings Kopfzerbrechen. „Ich weiß nicht, wie lange wir das durchhalten.“ Ein halbes Jahr könne man zwar überbrücken, ob die Arbeiten dann aber abgeschlossen seien, daran zweifelt Hoogstraat aktuell noch.

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Nach zwei Wochen lässt sich zwar noch nicht viel sagen, aber bislang kommen die Arbeiten in der Innenstadt laut Bauleiter gut voran. Bild: Axel Pries

Arbeiten müssen gemacht werden

In Sachen Kundenfrequenz sieht es auch einige Meter weiter östlich in der Löwen-Apotheke von Dr. Florian Penner kaum besser aus. „Man merkt schon, dass weniger los ist“, sagte der Pharmazeut. Zwar habe man eine feste Stammkundschaft, aber durch die gute Lage in der Innenstadt sei der Anteil an Laufkunden normalerweise relativ hoch, doch die ist nun deutlich geringer. Und trotzdem begrüßt Penner die Maßnahme: „Wahrscheinlich klagen jetzt viele, aber gemacht werden muss es halt.“ Bleibe der Zustand, wie er sich bisher darstellte, dann blieben irgendwann die Kunden weg, glaubt er.

Stadtwerke wollen Synergien nutzen

Wenn am Ende alles schick ist, dann findet auch Jane Schröder das begrüßenswert. „Dann rollen unser Stände nicht mehr immer in die Mitte.“ So ganz verstehen, kann sie aber nicht, warum gerade jetzt gebaut werden muss und das nicht im vergangenen Jahr passiert ist, als die Geschäfte eh nur eingeschränkt öffnen konnten. Die Erklärung dafür liefern Rolf Kramer und Peter Herrmann von den Stadtwerken. Die nutzen nämlich die Synergien: Weil die Stadt den Straßenabschnitt sanieren und neugestalten möchte, erneuern sie im Vorfeld ihre Versorgungsleitung, die inzwischen in die Jahre gekommen sind. 2021 hatte die Umgestaltung des Neuen Markts Vorrang, die Straße Zwischen beiden Sielen folgt nun in einem zweiten Bauabschnitt.

„Der Bereich liegt voller Leitungen.“

Beschwerden über die Arbeiten habe es bei ihnen bislang keine gegeben, berichteten sowohl Herrmann als auch Bauleiter Oliver Pabst. Letzterer zeigte sich mit den ersten Bautagen zufrieden – nach der Wasserleitung wird in der nächsten Woche auch die neue Gasleitung angeschlossen. Aufwendiger dürften danach die neuen Hausanschlüsse für die Schmutzwasserleitungen werden. „Die liegen bis zu drei Meter tief“, erklärt Pabst. Das sei die Sache, die aufhalte, auch weil man sich im Innenstadtbereich nicht bewegen könne, wie in einem Neubaugebiet. „Der Bereich liegt voller Leitungen.“ Pabst will deshalb auch noch kein finales Abschlussdatum für die Arbeiten an den Leitungen nennen, ist aber guten Mutes, bis Juli und August mit dem Gros durch zu sein. „Und der Bauzaun soll verkürzt werden, wenn ein Bauabschnitt fertig ist“, sagte Apotheker Penner, der damit die Hoffnung verknüpft, dass sich die Situation in einigen Wochen wieder entspannt.

Elisabeth Ahrends
Elisabeth Ahrends Emder Zeitung (Leitung)
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