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Belastung durch den Straßenverkehr Bürgerverein Petkum mahnt Fakten an

Die enge Ortsdurchfahrt ist eine Belastung für die Petkumer.  Übrigens: Dieser Lkw-Fahrer fuhr völlig korrekt.

Die enge Ortsdurchfahrt ist eine Belastung für die Petkumer. Übrigens: Dieser Lkw-Fahrer fuhr völlig korrekt.

Hitschke

Emden - Sechs Jahre lang hat sich der Bürgerverein Petkum in Geduld geübt. Jetzt spricht er ein altes Problem erneut an. Es geht um Belastungen durch Auto-Lärm in der Petkumer Ortsdurchfahrt und durch die Vibrationen, die schwere Laster dort auslösen. Außerdem ist das Tempo ein Thema.

Dem Verein ist nach den Worten seines Vorsitzenden Thilo Wilts klar, dass subjektives Empfinden eine Rolle spielt – und fordert deshalb in einem Schreiben an den FDP-Ratsherren Erich Bolinius Gutachten, die die tatsächliche Situation darstellen. Wilts: „Wir müssen endlich Klarheit haben.“

Keine Zustimmung zuPetkumer Forderungen

Bolinius leitete das Schreiben an die Stadtverwaltung weiter – auf Zustimmung stieß es dort nicht gerade.

In seinem Schreiben formuliert der Verein zwei Gutachten-Wünsche. Ermittelt werden soll zum einen „die Geschwindigkeitsverteilung der durchfahrenden PKW und LKW unter Beachtung statistischer Repräsentativität bei der Wahl der Messzeiten“. Er könne sich vorstellen, dass ein Streckenradar ein geeignetes Werkzeug wäre, so Thilo Wilts im Gespräch mit der Emder Zeitung. Hintergrund ist die Beobachtung, dass Kraftfahrer zwar auf die Tempoanzeigen am Straßenrand reagieren, kurz danach aber wieder Gas geben – wie in der Nähe von Radar-„Blitzern“. Ein Streckenradar erlaubt die Messung der Durchschnittsgeschwindigkeit über einen längeren Abschnitt, zum Beispiel die Petkumer Ortsdurchfahrt. Auch dem Lärm-Problem sollen sich Gutachter widmen.

Thilo Wilts und seine Mitstreiter vom Bürgerverein erwarten natürlich nicht nur einen Berg Papier, sondern auch ein Handeln der Stadtverwaltung: Sollten die von den Petkumern empfundenen Problem tatsächlich durch Fakten nachgewiesen werden, „so bestehen wir darauf, dass die Stadt Emden Maßnahmen zum Schutz der Petkumer Bürgerschaft unternimmt“.

Schon in einem Brief an den damaligen Oberbürgermeister Bernd Bornemann hatte der Bürgerverein auf die Probleme hingewiesen – das war am 19. Mai 2016. Theo Wilts: „Die Beschwerden halten bis heute an.“

Weder Gutachten nochBlitzer in Aussicht

Aus der Antwort des zuständigen Fachdienstes der Emder Stadtverwaltung lässt sich schließen, dass weder Gutachten in Betracht gezogen werden noch die von Ratsmitglied Bolinius geforderte Versetzung des Borssumer Radar-„Blitzers“ (Petkumer Straße, Höhe Blumen Buß) in die Petkumer Ortsdurchfahrt geschehen wird. So heißt es unter anderem, dass „bei dieser Ortsdurchfahrt ... in Sachen Verkehrsberuhigung sämtliche Register gezogen wurden“. Was den Aufbau einer „stationären Geschwindigkeitsmessanlage“ angeht, wird auf die Polizeiinspektion Leer/Emden verwiesen. Die sehe eine solche Anlage in Petkum nicht als zwingend erforderlich an.

Eine gute Nachricht gibt es dann aber doch: Die monatelang kaputte Geschwindigkeitsanzeige für Fahrzeuge aus Richtung Leer ist ersetzt worden. Erich Bolinius hatte das mehrfach angemahnt.

Alf Hitschke
Alf Hitschke Emder Zeitung
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