Emden/Saint Désir - Die Sommerpause ist zu Ende. Am kommenden Samstag startet die nächste Staffel von „Emden.TV“, dem Samstagsmorgen-Frühstücksfernsehen der Emder Zeitung. Für die Auftaktsendung waren Edzard Wagenaar und Tobias Bruns Ende Juli für mehrere Tage in St. Désir in der Normandie.
Dort organisieren die Stadt Emden und der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge seit Jahrzehnten ein Workcamp, um den dortigen deutschen Soldatenfriedhof zu pflegen und instand zu halten. Generationen von Emderinnen und Emdern haben an diesem Camp teilgenommen und so auch eine innige Verbindung zwischen den beiden Gemeinden geschaffen. Erst im Mai war eine Delegation aus St. Désir mit Bürgermeister Dany Targat in Emden, jetzt im Juli stattete eine Delegation des Emder Rates mit Oberbürgermeister Tim Kruithoff (parteilos) der französischen Gemeinde einen Besuch ab.
Eine andere Dimension
Die aktuelle Weltlage hat das diesjährige Workcamp in besonderem Maße vor Herausforderungen gestellt. Waren über Jahre Teilnehmer aus Emdens russischer Partnerstadt Archangelsk mit in Frankreich dabei, sind es in diesem Jahr ukrainische Jugendliche, die als Flüchtlinge nach Emden gekommen sind und für die die Arbeit auf dem Friedhof und die Auseinandersetzung mit Krieg und Gewalt eine ganz andere Dimension haben.
Campleiter Stephan Oelrichs hofft aber, dass es im kommenden Jahr wieder möglich sein wird, russische ebenso wie ukrainische und deutsche Jugendliche in Frankreich begrüßen zu können. „Gerade für das große Thema ,Versöhnung’ ist unser Camp ein geeigneter Ort.“
Die erste Folge der neuen Emden.TV Staffel ist am kommenden Samstag, 27. August, ab 9 Uhr auf allen Internetkanälen der Emder Zeitung (Facebook, Youtube, Instagram) zu sehen. Darüber hinaus gibt es ein Emden.TV Magazin in der EZ-Samstagsausgabe.
