Emden - Das hat SPD-Ratsfrau und Bürgermeisterin Doris Kruse doch etwas geärgert. Der Vorschlag des Vorsitzenden des Betriebsausschusses des Gebäudemanagements, Alexander von Gliszczynski (FDP), demnächst Sitzungen dieses Ausschusses in Schulen stattfinden zu lassen, damit die Ratsmitglieder sich selbst ein Bild von dem baulichen Zustand der Schulgebäude machen können, sei alles andere als neu. „Das ist ein alter Hut“, stellte Kruse klar.
Seit einigen Jahren unternimmt der Schulausschuss, auf Anregung der Ausschussvorsitzenden Kruse, in regelmäßigen Abständen Schulbereisungen. „Diese Bereisungen gab es schon Jahre zuvor“, so Kruse.
Sie habe jedoch ab 2016 diese Tradition wiederbelebt. „Sinn und Zweck ist, dass auch neue Ratsmitglieder über den Sachstand informiert sind und zudem Veränderungen gesehen werden können“, sagte Kruse.
Gängige Praxis war – in Pandemiezeiten ruhte dies jedoch –, eine Schule unter der Führung der Schulleitung zu besichtigen und danach dort die Schulausschusssitzung stattfinden zu lassen. Auch Vertreter des Gebäudemanagements waren häufig bei diesen Lokalterminen. Grund hierfür sind vor allem die baulichen Mängel in den Schulen.
Kruse: „Es ist also keine Idee und kein Vorschlag von Alexander von Gliszczynski.
Richtig ist, dass die neugewählten Ratsmitglieder den intensiven Wunsch hätten – und das begrüßen wir ausdrücklich – sich ein eigenes Bild von den Gegebenheiten vor Ort machen zu wollen.“
Im Schulausschuss seien Schulbereisungen „schon lange“ eingeplant. Kruse: „Die Mitglieder des Gebäudemanagement-Ausschusses könnten sich hier anschließen.“ Die Verwaltung könne diese Zusammenarbeit koordinieren.
