Ein Emder Marktbeschicker streicht vorzeitig die Segel. Ihm wurde von der Stadt aufgetragen, seinen Wagen, in dem er die Gewürze lagert, am Bahnhof abzustellen. Muss er auffüllen, weil ein Gewürz ausgegangen ist, bleibt ihm nur der kleine Marsch und – falls er alleine ist – den Stand auch noch vorübergehend zu schließen. Dass so etwas niemand mitmacht und dem Wochenmarkt den Rücken kehrt, ist nicht verwunderlich. Überhaupt scheint es, seit der Neukonzeption, an der einen und anderen Ecke nicht rund zu laufen.
Zwar war der Wochenmarkt an diesem Dienstag wieder gut bestückt und zahlreiche Kunden unterwegs. Doch von dem einen oder anderen Händler war schon vor Monaten zu hören, dass es bessere Marktstandorte gibt als Emden. An diesem schlechten Image sollte die Stadt arbeiten. Dazu gehört auch, den Händlern die Möglichkeit zu geben, ihren Wagen mit auf den Platz zu bringen. Das mag vielleicht nicht ganz so schick aussehen. Aber bei einem bunten, vielfältigen und gut bestückten Marktplatz fällt das kaum auf.
