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Landtagswahlkampf in Emden und Norden Die ersten Tausend hängen

Zwei der Helfer im Team des Landtagsabgeordneten Matthias Arends: die Emder Ratsfrau Swantje Rosema und Uwe Rozema.

Zwei der Helfer im Team des Landtagsabgeordneten Matthias Arends: die Emder Ratsfrau Swantje Rosema und Uwe Rozema.

privat

Emden - Nachtarbeit war bei den Emder Genossen angesagt. 1000 Werbeplakate für die Landtagswahl im Oktober haben der Kandidat und SPD-Landtagsabgeordnete, Matthias Arends, gemeinsam mit einem Team von 24 Helfern aufgehängt. Darauf zu sehen sind sein Konterfei und das des niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil. Damit waren sie in Emden die ersten, die „Flagge“ an den Lampenmasten zeigten.

„Das haben wir im gesamten Wahlkreis 85, also Emden und dem Altkreis Norden, gemacht. Ab dem 6. August ist das erlaubt gewesen“, sagte Arends auf Anfrage dieser Redaktion.

Briefwahl startet bald

Grund für den frühen Wahlplakate-Auftritt ist die Briefwahl. Die geht schon Ende des Monats los. Arends: „Und wenn man sich die letzten Wahlen ansieht, dann sieht man auch, dass viele zur Briefwahl gehen. Deshalb wollten wir auch schon frühzeitig präsent sein.“ An 100 Standorten hängen die Plakate. Auf dem Weg nach Borssum – der Wohnort von Arends – ist beispielsweise kaum ein Laternenmast noch frei.

Insgesamt hat Arends fast 3000 Plakate geordert, 1100 mit seinem Porträt, etwas weniger von Weil und noch ein paar hundert Themenplakate. Der Emder Landtagsabgeordnete geht davon aus, dass die Plakate durchaus Einfluss auf das Wahlverhalten haben: „Man ist präsent und vor allem weist man so noch einmal auf die Wahl hin und dann geht vielleicht doch der eine oder andere zur Wahl, der sonst zu Hause geblieben wäre.“

Voll recyclingfähig

Die jetzigen Plakate sind voll recyclingfähig, betonte Arends, der auch Emder SPD-Unterbezirksvorsitzender ist. Es handelt sich um sogenannte Hohlkammerplakate aus Kunststoff. Diese Variante hat man gewählt, weil reine Pappplakate bei „ostfriesischem Wetter“, so Arends, „nicht durchhalten“. Das heißt, es hätte bis zur Wahl am 9. Oktober noch einmal plakatiert werden müssen. Auch wäre eine doppelte Anzahl von Plakaten „nicht umweltfreundlicher“ gewesen.

Dass der Wahlkampf eine teure Angelegenheit ist, darüber ließ Arends nichts verlauten. Die Wahlplakate sind – schaut man sich entsprechende Angebote im Internet an – nicht unter vier Euro zu bekommen. Bis zu sechs Euro kostet so ein Plakat.

Was jedoch für Arends viel wichtiger ist, ist die Unterstützung beim Aufhängen: „Wir haben dabei sogar viel Spaß gehabt.“ In der Nacht zu Sonnabend sind die Genossen ausgerückt, darunter auch die Emder SPD-Fraktionsvorsitzende Maria Winter, und haben die Lampenmasten geentert.

Arends bekam auch noch Hilfe von Freunden aus Wattenscheid im Ruhrgebiet.

Ute Lipperheide
Ute Lipperheide Emder Zeitung
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