Emden - Die Vorlaufzeit von gerade einmal zweieinhalb Wochen bis zum Start des Engelkemarktes reicht einfach nicht aus, um die Idee einer schwimmenden Verbindung zwischen Emder Hafentor und Schreyers Hoek zu schaffen. Damit ist der Vorstoß des Arbeitskreises der Museumsschiffe zumindest in diesem Jahr vom Tisch. Sprecher Heinz-Günther Buß ist aber dennoch optimistisch: „Wir wollten damit auch eine Diskussion anstoßen, wie wir die Attraktivität des Delftes und der Schiffe steigern.“ Und zumindest das sei gelungen.
Idee nicht vom Tisch
Gänzlich vom Tisch ist die Idee nämlich nicht, wie Thomas Fröhling vom Arbeitskreis in einer Pressemeldung mitteilte: Beim Treffen mit Stadt und Weihnachtsmarktorganisatoren am vergangenen Mittwoch „wurde besprochen, für die kommenden Jahre eine schwimmende Verbindung zwischen beiden Ufern zu planen.“ Das bestätigte auch Stadtmarketingleiterin Martje Merten auf Nachfrage. Anfang des nächsten Jahres soll die gemeinsame Planung starten, „um zu schauen, wie und ob eine mittelfristige Realisation möglich ist.“ Denn bei einer solchen Idee „müssen Dinge wie Befestigung, Tiefgang, Überquerung, Gestaltung, Winterfestigkeit und natürlich auch die Finanzierung geklärt werden.“
Die Museumsschiffer gehen sogar noch einen Schritt weiter und hoffen langfristig auf eine „fest installierte bewegliche Brücke“ zwischen den beiden Uferseiten, wie Buß sagte. Auch hierzu seien Gespräche im kommenden Jahr geplant, bei denen Finanzierungsmöglichkeiten eruiert werden sollen, heißt es in der Pressemitteilung des Arbeitskreises.
Schiffe in Szene setzen
Während Ponton und Brückenbau aber noch Zukunftsmusik sind, rückt der Eröffnungstermin des Weihnachtsmarktes am 21. November immer näher. Damit die Schiffe auch ohne Rundlauf zur Geltung kommen, wurde „eine einheitliche Beleuchtung und gemeinsame Vermarktung in Anlehnung an den Engelkemarkt vereinbart“, teilte Merten mit. Soll heißen, die vier Schiffe – Feuerschiff, Rettungskreuzer, Heringslogger und Tjalk – „werden besonders hell leuchten“, sagte Buß.
Auf Bewährtes setzten die Organisatoren indes im Stadtgarten. Denn nicht nur eine schwimmende Verbindung zwischen den Ufern ist vom Tisch, auch die Rathausplatzsperrung wird es aufgrund des Verkehrsversuchs bekanntlich nicht geben. „Es bleibt, wie mit der Stadt besprochen: Wir bespielen nur den Stadtgarten“, sagte Wilhelm Eilers von der Werbegemeinschaft Schaufenster. Dort soll ein Programm wie vor der Pandemie stattfinden, sprich Buden mit Geschenkartikeln, Glühwein, Waffel, Bratwurst und ein paar Märchenfiguren zu Dekoration. Kontrollen wie im vergangenen Jahr sind bislang nicht geplant. „Aber das kann sich ja stündlich ändern“, so Eilers.
Dass die Einbahnstraßenregelung entlang der Neutorstraße zwischen Agterum und altem Rathaus ein Vorteil für den Weihnachtsmarkt sein könnte, soweit will Martje Merten nicht gehen, „jedoch trägt es zur Weiterentwicklung der Innenstadt bei.“ Das biete mittelfristig auch die Chance, den Weihnachtsmarkt weiter auszubauen und zu entwickeln.
