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Dachgeschosswohnungen unbewohnbar Ermittler geben Borssumer Brandhaus frei

Das Dach ist nach wie vor zerstört und trotzdem haben die ersten Bewohner im Taxusweg 2 in Borssum damit begonnen, in ihren Wohnungen aufzuräumen.

Das Dach ist nach wie vor zerstört und trotzdem haben die ersten Bewohner im Taxusweg 2 in Borssum damit begonnen, in ihren Wohnungen aufzuräumen.

Elisabeth Ahrends

Emden - Das Dach im Brandhaus im Emder Stadtteil Borssum ist weiterhin fast vollständig zerstört, dennoch sind die Wohnungen im Taxusweg 2 von den Ermittlern der Polizei am Freitag wieder freigegeben worden. Das berichtete Svenja Wagner, Sprecherin der Polizeiinspektion Emden/Leer, am Montag auf Nachfrage. Die Untersuchungen durch den Brandsachverständigen seien soweit abgeschlossen, die Brandursache soll Mitte nächster Woche gemeinsam mit dem Gutachten feststehen.

Für den 16-jährigen Jonah Spethmann war es am Freitagabend wichtiger, seiner Pflicht als Feuerwehrmann nachzukommen, als sich mit seinen Freunden zu treffen. Der Großbrand in Borssum war für ihn sein allererster Feuereinsatz.

HAUSTIERRETTUNG STATT PARTYABEND Erster Einsatz für 16-jährigen Feuerwehrmann bei Großbrand in Borssum

Elisabeth Ahrends
Emden

Am Freitagabend, 8. Juli, war im Dachstuhl des Mehrparteienhauses gegen 21 Uhr ein Feuer ausgebrochen. Bis zum nächsten Morgen kämpfte die Feuerwehr gegen die Flammen und Glutnester. Der Schaden beläuft sich auf rund 1,5 Millionen Euro, „da neben dem Brandschaden auch Wasserschäden hinzukommen“, bestätigte Wagner die Summe noch einmal.

Dachgeschoss zerstört

Der Brandsachverständiger hatte das Haus Anfang der vergangenen Woche zunächst nicht begutachten können, da der Schutt eine Untersuchung unmöglich machte. Dieser wurde bis zum Ende der vergangenen Woche durch Polizeikräfte geräumt.

Doch auch, wenn das Haus inzwischen wieder freigegeben ist, sind zumindest die Wohnungen im Dachgeschoss derart zerstört, dass sie derzeit unbewohnbar sind. Die übrigen Wohnungen seien zwar in Ordnung, allerdings wurden alle Wohnungstüren im Zuge der Brandbekämpfung durch die Feuerwehr aufgebrochen, weshalb neue Türschlösser installiert werden müssen. „Inwiefern das bereits geschehen ist, ist uns nicht bekannt“, so die Polizeisprecherin.

Erste Bewohner zurück

Da das Dach noch immer kaputt ist, besteht zudem die Gefahr, dass bei Regen Wasser ins Haus eindringt.

Wagner weiß nicht, ob die Bewohner bereits wieder in ihren Wohnungen leben. Das sei Sache der Hausverwaltung. Am Montag waren allerdings in einigen Bereichen Aufräumarbeiten zu beobachten. Bewohner lüfteten vor allen in den unteren Stockwerken die Räume und hingen Sachen zum Trocken beziehungsweise Lüften vor die Tür.

Nach dem Feuer waren die Hausbewohner, von den 43 waren nur 36 zu Hause gewesen, zunächst privat oder in Hotels untergekommen. Verletzt wurde im Zuge des Brandes niemand. Eine 97-jährige Bewohnerin war vorsorglich ins Krankenhaus gebracht worden. Eine Rauchvergiftung, wie zunächst befürchtet, hatte sich nicht bestätigt.

Elisabeth Ahrends
Elisabeth Ahrends Emder Zeitung (Leitung)
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