Emden - Kurzzeitig hatte am Wochenende noch die Hoffnung bei dem einen oder anderen Bewohner des Mehrparteienhauses am Taxusweg 2 in Borssum bestanden, bald wieder in die eigene Wohnung zurückkehren zu können. Schon am Sonntag hatte sich jedoch abgezeichnet, dass daraus erst einmal nichts wird.
Am Montag gab Svenja Wagner, Polizeisprecherin der Inspektion Emden/Leer, bekannt, dass erst am Dienstag ein Vor-Ort-Termin mit Brandermittler und Sachverständigem geplant sei. „Auch weiterhin darf das Gebäude nicht betreten werden.“ Das Haus ist weiterhin beschlagnahmt. Man hoffe aber, dass es am Mittwoch erste Ergebnisse zur Brandursache geben werde. Die ist nämlich weiterhin unklar.
Am Freitagabend war gegen 21 Uhr ein Feuer im Dachgeschoss des von 43 Personen bewohnten Hauses ausgebrochen. In Emden wurde ein Vollalarm ausgelöst, sodass zwischenzeitig alle Feuerwehren – samt Werks-Wehr von VW – im Einsatz waren. Bis Samstagmorgen um 7.30 Uhr dauerten die Löscharbeiten an, weil immer wieder neue Glutnester entdeckt worden waren. Der entstandene Schaden wird auf rund 1,5 Millionen Euro geschätzt.
Eine Nachbarin, die während des Einsatzes leblos in ihrer Wohnung gefunden, reanimiert und ins Krankenhaus gebracht worden war, starb kurze Zeit später. Nachdem zunächst die Vermutung im Raum gestanden hatte, sie könne eine Rauchvergiftung erlitten haben, teilte Wagner am Montag auf Nachfrage mit, dass sie eines natürlichen Todes gestorben ist. Ob sie aufgrund des Feuers vielleicht einen Schock erlitten hatte, „können wir nicht sagen und das lässt sich auch nicht feststellen.“ Über den Zustand eines 90-jährigen Bewohners des vom Brand betroffenen Hauses ist aktuell nichts bekannt.
