Emden - „Einmal durch den Suez und durch den Panama“, sang Hans Albers 1954 sehnsuchtsvoll in einem schmalzigen Seemannsschlager. Vor allem der Panamakanal mit seinen riesigen Schleusen, jene unverzichtbare Schifffahrtsverbindung zwischen Atlantik und Pazifik, gehört wohl zu den beeindruckendsten technischen maritimen Bauwerken. Als bauliche Sensation und Revolution zu ihrer Entstehungszeit Ende des 19. Jahrhunderts und erst recht bei Betriebsbeginn 1914, fasziniert die Alternative zur mühseligen und gefährlichen Kap-Hoorn-Umrundung bis heute. Diese Faszination spiegeln zwei Filmbeiträge wider, die die Freunde der Seefahrt in der kommenden Woche präsentieren.

In ihrer „Film-Garage“ in der Holzsägerstraße wird ein Beitrag zu sehen sein, der sich vor allem mit der Historie des Kanals beschäftigt. Johann Alberts, Ingenieur, ehemaliger Fahrensmann und Nordseewerker, hat diesen Film aus Fernseh-Dokumentationen zusammengestellt. „Ich bin selbst bestimmt ein Dutzend Mal durch den Panamakanal gefahren“, sagte er im Gespräch mit dieser Redaktion. Seine letzte Begegnung damit hatte er 2006 an Bord der „Alexander von Humboldt II“. Alberts findet: „Der Kanal ist schon eine Art Weltwunder.“ Und über dieses „Wunder“ können Besucher in wenigen Tagen einiges erfahren, denn Alberts wird neben der Filmvorführung auch Wissenswertes erzählen. Ein zweiter Filmbeitrag hat die neue, vor sechs Jahren in Betrieb genommene Schleusenanlage des Kanals zum Thema. Die Vorführung soll knapp anderthalb Stunden dauern.

Die jüngste Vorführung im Seemannskino („Der Fall ins Wasser“) vor gut einem Monat war ein großer Erfolg für den Verein: Mehr als 40 Zuschauer füllten den kleinen Saal. Es war „ausverkauft“.

Der Panamakanal-Filmabend bei den Freunden der Seefahrt beginnt am kommenden Dienstag, 22. November, um 15 Uhr. Ein Eintrittsgeld wird nicht erhoben. Über Spenden freuen sich die „Freunde“ aber immer.

Axel Milkert
Axel Milkert Emder Zeitung (Leitung)