Emden - Gelungener Auftakt: Der Arbeitskreis Bunkermuseum hat gemeinsam mit Oberstufenschülern des Beruflichen Gymnasiums der Berufsbildenden Schulen II die Aktion „Frieden für alle“ veranstaltet. Über 50 Besucher kamen bei eisiger Kälte zu der kurzfristig organisierten Runde.
Gedanken zum Frieden
Vor dem Museumsbunker in der Holzsägerstraße trugen die Schülerinnen und Schüler ihre Gedanken zum Thema Frieden vor. So etwa Nico Gerdes aus dem 11. Jahrgang: „Frieden bedeutet für mich, dass ich keinerlei Angst haben muss. Vor Ungewissheit über meine heutige Versorgung, über meine Unterkunft, meine Sicherheit, keine Angst haben muss um meine Familie oder Freunde.“ Emma Hanssen (Jahrgang 12) ergänzte: „Friede ist für mich also mehr als nur keinen Krieg zu haben. Es geht weit darüber hinaus.“ Ineke van Damme aus dem 12. Jahrgang ist besorgt, weil „der Krieg nicht mehr weit weg ist und uns jeden Tag aus Neue beeinflusst“.
Weitere Gedanken trugen Nguyen Khiem, Cosima-Fay Artmann (beide Jahrgang 11), Mounzer Annouz (Jahrgang 12) sowie Femke Casjens und Keno Symens (13. Jahrgang) vor.
Erarbeitet wurden die Beiträge im Unterricht von Studiendirektor Gero Conring, stellvertretender Schulleiter der BBS II. Conring, selbst Mitglied im Arbeitskreis Bunkermuseum, setzte in den vergangenen Jahren immer wieder Projekte zur Erinnerung an die NS-Zeit um. „Wir freuen uns über das Engagement der Jugendlichen und sind beeindruckt, wie intensiv sie sich mit dem Thema auseinandergesetzt haben“, sagte Roswitha Franke, Vorsitzende des Arbeitskreises Bunkermuseum, die die Aktion federführend mit Wolfram Heidrich organisiert hatte.
Nächste Aktion geplant
Aufgrund des großen Zuspruchs hat sich der Vorstand entschlossen, die Friedens-Veranstaltungen vor dem Museumsbunker fortzusetzen. Die nächste Aktion findet am 13. April um 19.15 Uhr statt. Die Federführung für den zweiten Termin obliegt Vorstandsmitglied Thomas Sprengelmeyer. Eingeladen sind jugendliche Teilnehmer des Workcamps der Kriegsgräberfürsorge, die über ihre Erfahrungen bei der Friedensarbeit in St. Désir berichten werden. In St. Désir pflegen Emder Jugendliche gemeinsam mit Jugendlichen aus Emdens russischer Partnerstadt Archangelsk die Gräber deutscher Soldaten aus dem Zweiten Weltkrieg. „Gerade in diesen Tagen ist es wichtig, sich aktiv für den Frieden einzusetzen“, so Sprengelmeyer.
