Ostfriesland - Die Sportfreunde (SF) Larrelt, der TuS Pewsum und Concordia Suurhusen kämpfen in der Bezirksliga um Punkte. Für das Emder Team, dass aus der Gemeinde Krummhörn und das aus der Gemeinde Hinte zählt dabei erst einmal, die Saison so gut es geht über die Bühne zu bringen. Während die Sportfreunde und der TuS das gewohnt sicher hinbekommen, muss der Aufsteiger aus Suurhusen viel Lehrgeld zahlen.
Sportfreunde Larrelt
Die Mannschaft von Trainer Marten Sandmann hat bisher eine gute Saison gespielt. Aus 19 Partien holte das Team von der Wolfsburger Straße zehn Siege, drei Unentschieden und sechs Niederlagen, steht mit 33 Punkten auf dem 6. Tabellenplatz. Nach ganz oben (15 Punkte) und zum ersten Abstiegsplatz (16 Punkte) ist der Abstand fast gleich. Der Start war sehr vielversprechend, 13 Punkte aus sechs Spielen, nur gegen Strudden eine knappe Niederlage (2:3) und gegen Moordorf ein Unentschieden. Gegen Strudden revanchierte sich Larrelt auf eigener Anlage eindrucksvoll (5:0). Durch einen Spielausfall in Wiesmoor ging es bereits Anfang Dezember in die Winterpause. André Krzatala steht auf Platz fünf der Torjägerliste (14 Treffer).
„Uns fehlt bisher die Kontinuität, ich denke, sonst wäre durchaus Platz zwei drin gewesen“, sagte Sandmann. Zwischendurch sei seiner Mannschaft irgendwie die Luft ausgegangen. „So gesehen bin ich nicht hochzufrieden, aber dennoch zufrieden mit dem bisherigen Verlauf der Saison.“ In die Karten spielte den Larreltern das letzte Spiel. „Gegen Strudden haben wir es beim 5:0 gut gemacht und können damit positiv in die Winterpause gehen.“
Auf die Frage nach dem schlimmsten Spiel in der bisherigen Saison hat Sandmann eine klare Antwort. „Das sind aus Trainersicht eigentlich alle Spiele, bei denen ich im Urlaub war und die ich nur im Liveticker verfolgen konnte“, sagte er. „Das ist immer eine ganz schwierige Situation für mich, weil ich nicht eingreifen kann.“
Das schönste Spiel war für Sandmann das in Bunde. „Bunde war drückend überlegen, sah wie der sichere Sieger aus und führte 3:1. Dann machen wir noch das 2:3 und in der letzten Minute der Nachspielzeit auch noch den Ausgleich – das war das schönste und emotionalste Spiel für mich in dieser Saison.“
TuS Pewsum
Zwei Unentschieden, ein Sieg, ein Unentschieden, ein Sieg, ein Unentschieden – nach sechs Spieltagen war der TuS Pewsum immer noch ungeschlagen. Als am 2. Oktober der TV Bunde in der Olympiastraße zu Gast war, lag das Team von Trainer Bernd Buß noch in Schlagdistanz zum Tabellenführer TuS Esens. Vier Niederlagen, ein Unentschieden und ein Sieg später war der Abstand zu den Bärenstädter auf 16 Punkte angewachsen. Mittlerweile steht der TuS Pewsum auf Platz vier der Tabelle, hat 36 Punkte bei 20 absolvierten Spielen und ein gutes Torverhältnis (50:30). Interessant wird sicherlich das Rückspiel gegen den TuS Esens, in Pewsum gab es ein 2:2. Keno Buß (13 Treffer) ist in der Torjägerliste Larrelts André Krzatala dicht auf den Fersen.
Bereits vor der Saison definierte Trainer Buß ein klares Ziel – ein Platz unter den ersten fünf Mannschaften der Bezirksliga soll es werden. Aktuell liegt sein Team mit dem vierten Platz im Soll. „Aber, wir haben auch Punkte liegen lassen“, sagte Buß. Vor allem die Defensive müsse künftig enger stehen. Das 2:2-Remis gegen Concordia Suurhusen „hätte nicht sein müssen.“ Auch nicht sein müssen hätte laut Buß die 1:3-Niederlage gegen den TV Bunde nach früher 1:0-Führung durch Carsten Weyers. Im ersten Rückrundenspiel gegen Germania Wiesmoor fanden die Pewsumer zur alten Stärke zurück und sorgten mit einem 5:0-Kantersieg für Begeisterung am Spielfeldrand. „Das war einfach super, die Jungs haben wie aus einem Guss gespielt“, erinnert sich Buß. Einzig die Konstanz fehle seinem Team an der einen oder anderen Stelle. „Wir haben eine junge Truppe, die dürfen auch Fehler machen“, stellte Buß im gleichen Atemzug klar.
Am 5. März steht für die Pewsumer die erste Partie nach der Winterpause gegen den SV Hage an. Dann geht es zum Tabellenführer in die Bärenstadt. „TuS Esens läuft in der Liga so durch. Es ist bewundernswert, was die abgeliefert haben und wie lange sie ungeschlagen geblieben sind“, sagte Buß. Er rechnet seiner Mannschaft aber dennoch Chancen auf einen gelungenen Start nach der Winterpause aus: „Wir können mit einem Sieg ein Ausrufezeichen setzen!“
Concordia Suurhusen
Des einen Freud ist des anderen Leid: Am zweiten Spieltag holt der Aufsteiger aus der Ostfrieslandliga einen Punkt beim 2:2 in Pewsum. Spätestens da hieß es in der Fußballszene, dass der Aufstieg der Concorden als Tabellenvierter doch nicht so schlecht überlegt war. Dann folgte aber eine Niederlagenserie mit teilweise deutlichen Ergebnissen. Erst gegen Westrhauderfehn gelang der zweite Punkt. Ausgerechnet Westrhauderfehn: Weil die 1. Herren aus der Landesliga abgestiegen war, konnte die 2. Herren nicht aus der Ostfrieslandliga aufsteigen – Suurhusen nutzte die Gunst der Stunde.
Trainer Marcel Ackmann – ab Januar ist Keno Stalke Trainer der Kicker vom schiefen Turm – hat vor Saisonbeginn betont, dass das auch eine gute Erfahrung für sein Team sein kann. Die Concorden stapelten entsprechend tief. Und Ackmann sagte auch, dass sie am Ende der vergangenen Saison nur zwei Tore schlechter waren als Moordorf. So gesehen ging er guten Mutes mit dem nötigen Respekt in die Saison. „Ich denke, dass bei einigen die Eigenmotivation nicht da war, mit acht Leuten beim Training kannst du nicht viel machen und einstudieren“, so Ackmann nach 18 Spielen.
In einigen Spielen war sein Team chancenlos, gibt er unumwunden zu. „Doch bei einigen wäre mehr drin gewesen, verlierst aber am Ende doch.“ Mit gerade einmal drei Punkte haben die Concorden einen Rückstand von 19 Punkten auf den ersten Nichtabstiegsplatz. „Wenn wir so um die zehn Punkte hätten, dann wäre vielleicht noch etwas drin.“ So prognostiziert Ackmann eher den Abstieg am Ende der Saison. Da der Kader für die nächste Saison sicher zusammen bleibt, rechnet Ackmann dann mit einem starken Auftritt des Teams.
Als schönste Spiel ist Ackmann die Partie in Pewsum in Erinnerung geblieben. „Viele der Spieler beim TuS haben bei mir in der A-Jugend gespielt und dann nach einem 0:2-Rückstand noch 2:2 spielen, war schon super.“
Die schlimmste Partie war für Ackmann das Spiel in Esens. „Du gehst mit einem 0:0 beim Tabellenführer in die Halbzeit und so steht es auch noch bis zur 51. Minute. In der 59. Minute steht es dann 0:5 und am Ende verlierst du 0:8.“

