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Übungen in Greetsiel und Eilsum Kutter prallen zusammen, eine Kita brennt – und doch keine Katastrophe

Gerettete Personen im Greetsieler Hafen: Mit 37 vermeintlich in Not befindlichen Menschen sahen sich die rund 150 Einsatzkräfte in Greetsiel konfrontiert.

Gerettete Personen im Greetsieler Hafen: Mit 37 vermeintlich in Not befindlichen Menschen sahen sich die rund 150 Einsatzkräfte in Greetsiel konfrontiert.

FW

Greetsiel/Eilsum - Ein Wochenende unter Hochspannung haben mehrere Krummhörner Feuerwehren hin sich. Am Freitagabend brannte eine Kita in Eilsum, am Samstag kollidierten im Leyhörner Sieltief zwei Kutter, mehrere Menschen waren über Bord gegangen. Dazu gab es noch einen Verkehrsunfall. Ein Katastrophenwochenende liegt dennoch nicht hinter den Helfern, alles waren unangekündigte Übungen, teilte Krummhörns Feuerwehrsprecher Kilian Peters mit, an denen fast 200 Personen beteiligt waren.

Die deutlich größere Übung begann am Samstagnachmittag, als vermeintlich die Kutter zusammen gestoßen waren und sich Menschen in Lebensgefahr befanden. Neben den Kameraden der Feuerwehr waren noch Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft, Johanniter-Unfall-Hilfe und das Deutsche Rote Kreuz an der Großübung beteiligt. Als die Feuerwehr vor Ort eintraf, wurden diverse Personen auf den beiden Kuttern und auch im Wasser gesichtet. Wie sich im Einsatzverlauf herausstellte, mussten insgesamt 37 Personen, darunter viele Verletzte, gerettet werden.

Zunächst setzte die Feuerwehr Krummhörn-Nord ihr Boot ein, um Einsatzkräfte zu den Kuttern bringen zu können und erste Personen aus dem Wasser zu retten. Die DLRG übernahm im Einsatzverlauf mit mehreren Booten und Einsatztauchern die wasserseitigen Rettungsmaßnahmen. Kräfte der Feuerwehr nahmen die Personen am Festland in Empfang und lotsten die DLRG-Kräfte von der Landseite zu den im Wasser treibenden Personen. Während DLRG und Feuerwehr die Personen nach und nach ans Festland brachten, errichteten das Deutsche Rote Kreuz und die Johanniter-Unfall-Hilfe einen Behandlungsplatz, um die Personen sichten und behandeln zu können. In den aufgebauten Zelten sind die in Not geratenen Passagiere behandelt und anschließend abtransportiert worden.

Autos prallen zusammen

Zusammenprall zweier Autos: Feuerwehrkameraden kümmerten sich um drei vermeintlich verletzte Personen. Bild: Feuerwehr

Zusammenprall zweier Autos: Feuerwehrkameraden kümmerten sich um drei vermeintlich verletzte Personen. Bild: Feuerwehr

Parallel zum Wasserrettungseinsatz kam für die Feuerwehren Krummhörn-Ost und Krummhörn-Nord die Meldung über eine weitere Einsatzübung. Dabei handelte es sich um einen Verkehrsunfall mit drei verletzten Personen. Ein mit zwei Insassen und ein mit einer Person besetztes Auto waren in diesem Einsatzszenario zusammengestoßen. Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Deutschen Roten Kreuzes befreiten die Personen aus den Fahrzeugen. Vier Stunden dauerten die Übungen am vergangenen Samstag.

Brand im Kindergarten

Keine Zeit zum Durchatmen: Mit Bränden in Eilsumer Kindergarten und Kirche begann das Übungswochenende der Krummhörner Feuerwehren. Bild: Feuerwehr

Keine Zeit zum Durchatmen: Mit Bränden in Eilsumer Kindergarten und Kirche begann das Übungswochenende der Krummhörner Feuerwehren. Bild: Feuerwehr

Bereits am Vorabend waren die Feuerwehren Krummhörn-Ost, Krummhörn-Nord und Visquard zusammen mit dem Einsatzleitwagen der Gemeindefeuerwehr in Eilsum im Übungs-Einsatz. Dort ging es um einen Brand im Eilsumer Kindergarten sowie in der Eilsumer Kirche, so Feuerwehrsprecher Peters. In beiden Fällen lag der Fokus auf der Menschenrettung und den Einsatzabläufen. An beiden Einsatzstellen sind mehrere Trupps unter Atemschutz zur Menschenrettung eingesetzt worden. Auch ein Atemschutznotfall wurde vor Ort im Übungsablauf trainiert.

Peter Saathoff
Peter Saathoff Emder Zeitung
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