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Vier von 28 Mandatsträgern gekommen BI Jennelt ruft, die Politik ignoriert


Mitte September waren (v. l.) Jutta Lerche-Schaudinn und Johannes Booken mit 143 Unterstützern gestartet. Nun sind es bereits 255.
Archiv Saathoff

Mitte September waren (v. l.) Jutta Lerche-Schaudinn und Johannes Booken mit 143 Unterstützern gestartet. Nun sind es bereits 255.

Archiv Saathoff

Jennelt - Die Bürgerinitiative zum Erhalt der Jennelter Grundschule hatte alle Krummhörner Gemeinderatspolitiker zum Gespräch eingeladen, gekommen sind von 28 gewählten Volksvertretern vier. Ein paar hätten aus Termingründen oder aufgrund der noch nicht abgeschlossenen Bedarfsanalyse der Krummhörner Grundschulen abgesagt, teilte BI-Sprecherin und ehemalige Schulleiterin Jutta Lerche-Schaudinn mit. Die meisten hätten gar nicht reagiert. Anwesend waren Nadine Booken und Ralf Ludwig (beide SWK), Theodor Cirksena (SPD) und Heiko Ringena (fbl).

Mit ihnen tauschte die BI, vertreten unter anderem von Lerche-Schaudinn, Krummhörns Alt-Bürgermeister Frank Baumann (SPD) und dem ehemaligen fbl-Fraktionschef Henning Paulsen-Jacobs, ihre Standpunkte aus. Besonders interessant in diesem Zusammenhang: die Position der beiden SWK-Vertreter. Während sich SPD und fbl bereits für den Erhalt aller Grundschul-Standorte ausgesprochen haben und damit rechnerisch eine knappe Mehrheit im Gemeinderat bestünde, haben die weiteren Fraktionen ihre Position bisher offen gelassen.

Fokus auf Qualität statt auf Quantität

Nun verdeutlichten Ludwig und Booken, dass es vor allem um gute Schulen gehen müsse und weniger um die Frage, ob es nun vier oder drei Schulstandorte seien, teilte Lerche-Schaudinn mit. Klar sei jedenfalls, so die beiden SWK-Vertreter, dass es ein Weiter so wie bisher nicht geben könne und vor allem die Kommunikation zwischen Verwaltung und Politik sowie den Schulen deutlich verbessert werden müsse. fbl-Fraktionschef Ringena verwies – zum Unmut der BI – auf die Finanzen als einen wesentlichen Entscheidungsfaktor. Die BI wiederum argumentierte mit den Vorzügen kleinerer Klassen und kleinerer Schulen, vor allem um gestiegenen Anforderungen, etwa durch die Inklusion, gerecht zu werden.

Prognosen in Zweifel

Unterdessen stellt die BI weiter die Aussagekraft der Bedarfsanalyse in in Zweifel. Vor allem in Hinblick auf die prognostizierten Schülerzahlen. Und da hatten Alt-Bürgermeister Frank Baumann und der ehemalige fbl-Fraktionschef Henning Paulsen-Jacobs gleich zwei handfeste Beispiele parat. Zum einen die Realschule in Aurich, die Experten vor Jahren aufgrund vermeintlich fehlendes Zulaufs schließen wollten – und die nun „aus allen Nähten“ platzt – und die beiden Grundschulen in Greetsiel und Loquard. Beide waren 2014 in ihrer Zukunft bedroht, als eine ähnliche Analyse des schon damals aktiven und heute wieder beauftragten Büros Biregio aus Bonn zu dem Ergebnis kam, dass beide Schulen geschlossen werden sollten. Damals entschied der Rat dagegen.

Damit das auch in einer entsprechenden Abstimmung 2023 so bleibt, will die BI nun mit weiteren Schritten dafür werben. Für den 26. Oktober planen die inzwischen 255 Mitglieder um 8.45 Uhr eine Protestaktion. Um 9 Uhr soll die Begehung des Planungsbüros der Schule beginnen. Außerdem wolle die BI an die Fördervereine der drei anderen Krummhörner Grundschulen in Pewsum, Loquard und Greetsiel herantreten, um sich weiter in Richtung einer BI für alle vier Krummhörner Grundschulstandorte zu entwickeln. Die Idee sei vom Alt-Bürgermeister gekommen, so BI-Sprecherin Lerche-Schaudinn.

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