Aurich - Die Drittliga-Handballer des OHV Aurich freuen sich auf die neue Saison. Noch vor einer Woche waren viele jedoch nicht so gut gelaunt. Die Vorbereitung war holprig, den Auftritt beim Turnier in Oldenburg bezeichneten einige Spieler als blamabel. Doch zum ersten Punktspiel ist die Zuversicht zurückgekehrt.
Im DHB-Pokal sind die Auricher gegen den Zweitligisten VfL Lübeck-Schwartau ausgeschieden, doch die Leistung passte über weite Strecken. Spielzüge funktionierten, die Abwehr packte gut zu. Alle zeigten, dass sie bereit sind, an ihre Grenzen zu gehen. Die Spieler haben gesehen, dass sich die Arbeit der Vorbereitung gelohnt hat.
Mit Trainer Pedro Alvarez ist auch eine neue Idee von modernem Handball in die Sparkassen-Arena eingezogen. Die Probleme, die die Umstellungen mit sich gebracht haben, sind noch nicht ganz ausgeräumt, doch die Mannschaft hat bereits gezeigt, dass sie umsetzen kann, was der Trainer fordert. „Das ist ein Prozess und wir sind noch lange nicht am Ziel“, sagt Alvarez.
Im Team hat es einige Veränderungen gegeben. Nach der Rückkehr von Jonas Schweigart nach Wilhelmshaven wurde Rade Radjenovic verpflichtet. Er soll die sportliche Lücke füllen. Zudem kehrte Josip Crnic nach Aurich zurück. Eine wichtige Veränderung gibt es aber intern. Kevin Wendlandt ist neuer Kapitän und soll das Spiel auf der Platte lenken. Großes Lob erhält er vom Trainer. „Er ist einer der fünf talentiertesten Spieler, mit denen ich je zusammengearbeitet habe“, sagt Alvarez.
Der OHV Aurich befindet sich im Umbruch. Die zweite Mannschaft und die Jugend sollen stärker eingebunden werden. Das nannte der Vorstand auch als Grund für die Verpflichtung des neuen Trainers. Dass es bei so einem Schritt an der einen oder anderen Stelle hakt, ist nachvollziehbar. Daher nennt Alvarez als erstes Ziel den Klassenerhalt. Die Mannschaft und er brauchen noch etwas Zeit, bis alles klappt.
An diesem Samstag geht es für die Ostfriesen an die dänische Grenze. Beim DHK Flensborg wird um 17 Uhr das erste Punktspiel angepfiffen. Die Mannschaft von Trainer Claus Lyngsøe hat den Klassenerhalt in der dritten Liga erst im letzten Spiel perfekt gemacht. Dabei überzeugte sie durch Team- und Kampfgeist. Der OHV muss sich auf einen Gegner einstellen, der bis zum letzten Angriff dagegenhält.
