Köln/Hinte - Das war doch ein schönes Bild in Köln: Acht Läufer vom TuS Eintracht Hinte sind in ihren orangenen Vereinsshirts, darunter allerdings ein Gastläufer im gelben Laufshirt, gemeinsam und Hand-in-Hand über die Ziellinie nach ihrem Halbmarathon gelaufen. Am Ende stand so für alle 2:22,22 Stunden auf der Laufuhr.
Doch dass Vereinsfarben manchmal auch für Irritationen sorgen können, haben die Ostfriesen am Kölner Bahnhof erlebt. Weil zeitgleich das Fußball-Bundesligaspiel vom 1. FC Köln gegen die gelb-schwarz spielende Borussia aus Dortmund anstand, waren die gelb-schwarzen Jacken der Hinteraner den Köln-Fans ein absoluter Dorn im Auge. Waren das etwa Fans des „verhassten“ Gegners? Das Missverständnis konnte schnell lachend geklärt werden und die FC-Anhänger wollten wissen, wo denn „Hinte“ liegt.
Auf der Strecke am Sonntag fielen die Hinteraner wieder auf, denn sie liefen in ihren in der hiesigen Laufszene bekannten, leuchtend orangefarbenen Läufershirts. So ließen sich die Zuschauer unter anderem dazu hinreißen, die Hinteraner geografisch falsch zu verorten. „Es laufen auch Niederländer mit“, hieß es. Das war den Gästen aus Ostfriesland aber egal, sie wollten die Strecke genießen.
Alle acht Starter sind glücklich und erfolgreich als Gruppe über die Zielmatte gelaufen. Für Kerstin Siedler, Uwe Bretzler und Keno Friesenborg vom TuS Eintracht Hinte und dem Gastläufer Thorsten Juilfs vom SC Wiesens war es mit dieser tollen Leistung das Debüt auf der Halbmarathon-Strecke. „Es war ein großartiges Erlebnis“, waren sich alle einig und wollen alle im nächsten Jahr beim 25. Halbmarathon in Köln wieder dabei sein. Interessant: Vor der Corona-Pandemie gingen etwa 26.000 Läuferinnen und Läufer an den Start. In diesem Jahr zog es rund 12.500 Läuferinnen und Läufer für die 24. Auflage des Generali Köln Marathons in die Domstadt.
