Emden - Die Stadt nach vorne bringen, mehr erreichen und vor allem Emden positiv in Erinnerung bringen: Diese Maxime von Oberbürgermeister Tim Kruithoff (parteilos) nutzt er auch im diesjährigen Landtagswahlkampf. „Ich habe mich extra nicht als Wahlleiter einsetzen lassen, um mehr das Gespräch mit den Gästen zu führen, die im Rahmen des Landtagswahlkampfes in unsere Stadt kommen“, sagte der OB auf Anfrage dieser Redaktion.
Anders als in den Jahren zuvor und bei seinen Vorgängern, hat Kruithoff nun allen Parteien die Möglichkeit gegeben, dass die Stadt einen Teeempfang für die Gäste aus der Bundes- und Landespolitik gibt, die im Rahmen des Wahlkampfes nach Emden kommen. Kruithoff: „Das ist eine gute Plattform für Gespräche.“ Bisher haben das nur die SPD und die CDU genutzt. Aber auch die Liberalen können sich das für ihre Besucher aus dem Land und Bund vorstellen. „Es hat bisher jedoch aus zeitlichen Gründen noch nicht geklappt“, sagte die Emder FDP-Landtagsabgeordnete und Ratsfrau Hillgriet Eilers.
Thema Rysumer Nacken
Nachdem am vergangenen Sonnabend Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) zum Tee beim OB und Vertretern von Rat und Verwaltung war, gab es am Montagnachmittag ein Gespräch mit Dirk Toepffer, niedersächsischer Landtagsabgeordneter und Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion. Toepffer wurden von der Verwaltungsspitze die aktuellen Emder Themen vorgestellt. Dabei ging es vor allem um die wirtschaftliche Entwicklung. „Unser OB hat herausgestellt, wie wichtig der Rysumer Nacken für die wirtschaftliche Zukunft dieser Region ist“, berichtete der Emder CDU-Fraktionsvorsitzende und Landtagskandidat Gerold Verlee nach dem Termin. Dort wurde auch die fehlende Infrastruktur in diesem Gebiet mit Bahn, Straße und einer Hochspannungsleitung (wir berichteten) vom OB angesprochen und die dafür dringend erforderliche Landesunterstützung. Die Möglichkeiten der Wasserstoff-Wirtschaft für Emden standen ebenfalls auf der Agenda.
Thema Zentralklinik
Diskutiert wurde die Flüchtlingssituation und die damit verbundenen finanziellen Belastungen für die Kommunen, stellte CDU-Kreisvorsitzender Wilke Held heraus. Auch hier ist das Land gefragt. Toepffer sagte Hilfe zu, verwies aber darauf, dass grundsätzlich der Bund in der Verantwortung steht. Ein weiteres wichtiges Thema war die Zentralklinik. Verlee: „Hier ist es wichtig, dass die uns zugesagten Fördergelder auch in den Haushalt einstellt werden. Darauf hat der OB intensiv hingewiesen.“ Der CDU-Ratsherr zeigte sich „sehr zufrieden“ mit dem Format des Teeempfangs: „Wir sind dem OB sehr dankbar dafür und es ist gut, dass eine solche Veranstaltung für alle offen ist und wir unsere Emder Themen so in Hannover und in Berlin auch platzieren können.“
