Hinte - Das Schulessen wird in Hinte teurer: Der Gemeinderat beschließt im Juli, dass der Eigenanteil für die Verpflegung in Schulen und Kindertagesstätten um 50 Cent steigen soll. Durchgesetzt hat das die SPD-Fraktion mit Unterstützung der FLH. Sie folgt damit dem Wunsch der Elternvertreterinnen, die im Ausschuss eine Maximalanhebung von eben diesen 50 Cent vorgeschlagen hatten.
Beitrag steigt
Gleichzeitig wünschten sie sich aber auch eine Anhebung der Qualität. Andere Fraktionen plädieren für eine stärkere Anpassung, da die tatsächlichen Kosten für das Essen weitaus höher liegen würden.
Doch soweit kommt es nicht. Mit den zusätzlichen 50 Cent steigt der Elternbeitrag von 1,50 Euro auf dann zwei Euro pro Kind und Mahlzeit. Die tatsächlichen Kosten für das Essen sind aber deutlich höher.
Andere Beschlussvorlage
Das Berliner Institut für Public Management (IPM) hatte im Auftrag der Gemeinde kalkuliert, dass die Kosten je Portion in den Schulen bei 4,07 Euro und in den Kindertagesstätten bei 6,38 Euro liegen. Die Ergebnisse beruhen auf einer Analyse aus dem Jahr 2020. Mit der aktuellen Inflation würden die Kosten weiter steigen, heißt es im Rat.
Die Gemeindeverwaltung hatte als Beschlussvorlage vorgeschlagen, den Eigenanteil der Eltern in den Schulen auf drei Euro und in den Kitas auf 2,50 Euro anzuheben. Immerhin liegt der kreisweite Durchschnitt bei 3,50 Euro pro Mahlzeit. Mehreinnahmen von 130 000 Euro würden das der Gemeinde einbringen. Damit will die Gemeinde, so erklärt Sascha Ukena von der Verwaltung, die Qualität des Essens verbessern.
Doch dieser Vorlage folgt die SPD nicht und stellt einen Änderungsantrag, um die Kosten nur um 50 Cent anzuheben. SPD und FLH bringen diesen Änderungsantrag schließlich mit ihrer Stimmenmehrheit durch den Rat.
