Emden - Nachdem bereits der Vorstand des BSV Kickers Emden die kursierenden Gerüchte über eine Nichtbezahlung der Jugendtrainer dementiert hatte, bezieht auch U17-Trainer Timo Reitmeyer im Gespräch mit unserer Sportredaktion Stellung. „Ich kann die Gerüchte nicht bestätigen“, sagte der Jugendcoach, dessen sportliche Zukunft bei Kickers Emden noch ungewiss ist.
Reitmeyer, der seit Sommer 2021 die B-Junioren von Kickers Emden trainiert, wisse nach eigener Aussage nicht, ob die anderen Jugendtrainer ihre Aufwandsentschädigungen erhalten und welche Verträge sie haben. Er werde jedoch bezahlt: „Ich bin da selber hinterher, das klappt schon“, führte Reitmeyer aus.
Aktuell läuft es für seine B-Jugend in der Niedersachsenliga nicht rund. Nach elf Spielen – zwei Siege drei Remis und sechs Niederlagen – steht seine Jugendmannschaft mit neun Punkten auf dem elften Tabellenplatz. Insgesamt 14 Teams spielen in der Niedersachsenliga. In der vergangenen Saison waren es aufgrund der Staffeleinteilung nur sieben Mannschaften. Nach zwölf Spielen – acht Siege, ein Remis und nur drei Niederlagen – belegten die B-Junioren von Reitmeyer den zweiten Tabellenplatz. Auf den achtbaren Erfolg der vergangenen Saison folgte eine durchwachsene Hinrunde in der noch laufenden Spielzeit. Den Anschluss an einen Nichtabstiegsplatz hat die Mannschaft von Reitmeyer aber bei weitem noch nicht verloren. Zwar kassierten die B-Junioren zwei hohe Auswärtsniederlagen bei FT Braunschweig (2:5) und TSV Havelse (1:5), dennoch überzeugte Kickers Emden gegen den Tabellenführer JFV Alerstedt trotz 1:2-Niederlage.
Die sportliche Zukunft von Reitmeyer ist derweil noch ungewiss. „Andere Vereine schlafen nicht“, sagte der hauptberufliche Förderschullehrer am vergangenen Mittwoch. An Angeboten dürfte es Reitmeyer damit nicht fehlen – sollte es für ihn bei Kickers Emden nicht weitergehen. Für ihn stehe jedoch fest, dass er erst mit dem Vorstand von Kickers Emden über seinen Trainerposten sprechen möchte, bevor er Gespräche mit potenziellen anderen Vereinen eingeht. „Ich will die Saison nun erstmal mit voller Kraft zu Ende bringen“, versicherte Reitmeyer. Der Klassenerhalt ist für ihn und seine Mannschaft die oberste Priorität.
