Hesel - Am Ende haderten die Gastgeber vor allem mit den Schiedsrichtern. Daniel Wagenschütz aus Aurich und Michael Hanke aus Cuxhaven waren aber sicher nicht die einzigen Schuldigen an der Niederlage gegen den CVJM Hannover. „Wenn ich ein technisches Foul bekomme, heißt das schon was“, war aber auch Trainer Patrick Lubkowski wenig begeistert von den Unparteiischen.
Dass sein Team, in dem mit Lennart Weinbecker, Yakiv Dudkin und Topscorer Dominykas Bukauskas gleich drei Stammspieler fehlten, in der Defensive zu wenig Rebounds holte, bemerkte der Übungsleiter aber genauso wie die schwache Trefferquote. Fazit: Es war mehr drin als die Acht-Punkte-Niederlage.
In Führung lagen die Kleene Baskets Fortuna Logabirum nur in den ersten Minuten des Spiels. Als Hannover zum 7:6 nach vier Minuten traf, war es mehr oder weniger ein Start-Ziel-Sieg der Gäste. Bis auf 15:8 setzen sie sich ab, zur Viertelpause konnte Logabirum auf 17:22 verkürzen. Auch der Start ins zweite Viertel gehörte den Gästen. Bei der Fortuna wurden selbst einige einfache Korbleger vergeben. Bis auf 33:21 setzte sich Hannover ab, doch unter anderem durch zwei Dreier von Bagdonavicius und dem stark aufspielenden Jesse Gerrits waren die Ostfriesen eine Minute vor der Halbzeit wieder auf 36:38 dran. Zwei Unachtsamkeiten brachten Hannover erneut nach vorne, mit 42:36 ging es in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel zogen die Gäste wieder davon. Während Logabirum in fünf Minuten kein Feldkorb gelang, trafen die Landeshauptstädter dreimal aus der Distanz und zogen bis auf 56:40 weg. Ein 11:1-Lauf brachte die Kleene Baskets aber erneut zurück in das nun wirklich tolle Basketballspiel, in dem mehr und mehr aber die Schiedsrichter in den Fokus gerieten.
Vier technische Fouls in den folgenden sechs Minuten sollten folgen und aus Sicht der Gastgeber gingen der Reklamiererei jeweils deutliche Fehlentscheidungen voraus. „Wir hatten uns vorgenommen, nichts zu sagen, aber ich muss heute mein Team schützen, ich kann die Reaktionen verstehen“, stellte sich Lubkowski vor seine Mannschaft. Die verlor Bagdonavicius dann sieben Minuten vor Schluss mit zwei technischen Fouls direkt hintereinander – beim Stand von 63:64 eine Schlüsselszene. Zwar blieben die Gastgeber weiter dran und waren auch zwei Minuten vor dem Ende nur 76:79 hinten, doch für die Wende fehlten Kraft und Spielglück. So traf Hannover am Ende auch alle Freiwürfe und siegte verdient mit 86:78.
In der kommenden Woche müssen die Logabirumer zum Vorletzten nach Bad Essen, die um jeden Punkt kämpfen müssen.
Logabirum: Bagdonavicius (7 Punkte/1 Dreier), Bruns (4), Jurgaitis (10), Gastmann (3/1), Post (28/5), Heß-Gerden (8), Gerrits (16/1), Janßen (2).
