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Nach Brand im Taxusweg in Borssum Emderin wegen fünffacher Brandstiftung in U-Haft

Bei dem Brand am 8. Juli verloren 42 Bewohner ihr Zuhause, es wurden 90 Prozent des Dachstuhls zerstört und es entstand ein Schaden von 1,5 Millionen Euro. Bis heute ist das Gebäude noch nicht wieder bewohnbar.

Bei dem Brand am 8. Juli verloren 42 Bewohner ihr Zuhause, es wurden 90 Prozent des Dachstuhls zerstört und es entstand ein Schaden von 1,5 Millionen Euro. Bis heute ist das Gebäude noch nicht wieder bewohnbar.

Elisabeth Ahrends

Emden - Der Großbrand eines Wohnhauses im Taxusweg in Borssum hat Anfang Juli 42 Bewohner innerhalb von Minuten obdachlos gemacht. Seit Dienstag nun sitzt die Brandstifterin, eine 50-jährige Emderin und mutmaßlich selbst Bewohnerin des Hauses, in Untersuchungshaft. Das teilte Jan Wilken, Sprecher der Staatsanwaltschaft in Aurich, auf Nachfrage dieser Redaktion mit. Der Brand des Mehrfamilienhauses ist nicht die einzige Tat, für die die Emderin verantwortlich gemacht wird: „Ihr werden fünf Straftaten zur Last gelegt“, sagte Wilken. Bei allen fünf Fällen handelt es sich um „besonders schwere Brandstiftung“, weil immer wieder Feuer in Wohnhäusern gelegt wurden.

Erste Tat im Jahr 2019

Die Taten reichen bis ins Jahr 2019 zurück. Damals brannte am 8. Oktober ein Mehrparteienhaus in der Großen Straße. Seinerzeit seien keine Menschen zu Schaden gekommen, informierte der Pressesprecher. Es handele sich aber dennoch um den Versuch der schweren Gesundheitsschädigung, weshalb auch bei dieser Tat von „schwerer Brandstiftung“ die Rede ist. Das gilt auch für die drei Fälle von Brandstiftung, die die Emderin 2021 in der Straße Hinter dem Rahmen begangen haben soll. Sowohl am 4. März als auch am 20. März blieb es bei dem Versuch der Brandstiftung, das Feuer „ist im Versuchsstadium steckengeblieben“, so Wilken. Anders als am 11. April 2021. An diesem Tag soll es der Frau gelungen sein, das Mehrfamilienhaus in Brand zu setzen. Auch hier gab es letztlich keine Verletzten.

Ermittlungen laufen

Ganz anders als beim Großbrand in Borssum in diesem Sommer. Dort erlitt eine 97-jährige Bewohnerin eine Rauchvergiftung, im Nachbarhaus wurde eine 76-jährige Bewohnerin zunächst reanimiert, sie starb aber kurze Zeit später. Wie sich diese Tatsache später in der Anklage niederschlagen wird, dazu konnte Wilken aktuell noch keine Aussage treffen – auch, weil die Ermittlungen weiterhin laufen.

Es scheint so zu sein, dass die 50-Jährige jeweils Bewohnerin der von ihr in Brand gesetzten Häuser war, teilte Wilken mit. Der Staatsanwalt geht davon aus, dass es schon bald zur Anklage kommen könnte. „Die Sache ist nahezu abschlussreif.“ Man habe der Emderin einen Pflichtverteidiger zur Seite gestellt. Was ihre Motive sind, dazu konnte Wilken allerdings noch keine Angaben machen.

Elisabeth Ahrends
Elisabeth Ahrends Emder Zeitung (Leitung)
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