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Baugenehmigung fehlt für Neubau an Nordertorstraße in Emden Parkplatz dient nur als kurzfristiges Zwischenlager

Stephanie Schuurman
Auf dem Schotterplatz an der Nordertorstraße tut sich was – nur nicht nach Plan: Die Baumaterialien sind nur zwischengelagert, Abriss- und Neubautermine sind noch offen.

Auf dem Schotterplatz an der Nordertorstraße tut sich was – nur nicht nach Plan: Die Baumaterialien sind nur zwischengelagert, Abriss- und Neubautermine sind noch offen.

Schuurman

Emden - Baucontainer, Baumaterialien und Baufahrzeuge füllen aktuell die Schotterfläche gegenüber der Tanzschule Astrid Löschen. Gebaut wird an dieser markanten Stelle aber noch nicht, das seit langem geplante Bauvorhaben an der Ecke Nordertorstraße lässt sogar auf unbestimmte Zeit noch weiter auf sich warten, wie Bauherr und Grundstückseigentümer Bernd Grotlüschen dieser Redaktion sagte. „Wir haben noch immer keinen grünen Stempel vom Bauamt“, sagte er.

Wohnfunktion für Innenstadt

Vor gut einem Jahr hatte dagegen bereits der Rat der Stadt die Änderung des Bebauungsplans zugunsten des Neubaus eines Mehrparteienhauses beschlossen, zuvor war das Grundstück noch als Verkehrsfläche für den ÖPNV festgelegt. Auch die Emder Stadtverwaltung hatte im Juli 2021 den geänderten Bebauungsplan und das Bauvorhaben selbst als Beitrag zur „Stärkung der Wohnfunktion für die Innenstadt“ bewertet – ein erklärtes Ziel auch des Rates. Damit war also eigentlich schon grünes Licht gegeben. Doch die Genehmigung des Bauamts liegt eben noch nicht vor. Und so lagert Tief- und Rohrleitungsbauer Janssen aus Georgsheil derweil seine Baustoffe für eine nahe gelegene Baustelle auf der Fläche.

Autostellplätze

Ein elf Meter hohes Gebäude will Grotlüschen an dieser Stelle errichten lassen. Darin sind acht Wohnungen vorgesehen. Die Pläne hatte er im Februar 2021 erstmals im Ratsausschuss vorgestellt. Inzwischen gab es einige Änderungen an dem Entwurf und Gesamtvorhaben auch auf Anweisung des Bauamts, die Grotlüschens neues Architekturbüro Nexxia mit Architekt Carsten Uhe umgesetzt hat. So ist beispielsweise zu jeder Wohnung ein Autostellplatz hinter dem Haus vorgesehen. Zuletzt habe man auch noch einen Zusatznachweis zum Lärmgutachten erbringen müssen. „Jetzt müsste aber wirklich alles zusammensein und passen“, sagte Grotlüschen.

Jeden Tag teurer

Doch weder den Baustart noch den Termin für den zuvor notwendigen Abriss des alten Wohn- und Geschäftshauses oder die Rammarbeiten kann Grotlüschen ohne das Okay des Bauamts benennen. „Wir hoffen wirklich, dass wir in diesem Jahr wenigstens noch starten können“, sagte er. Angesichts enorm gestiegener Baukosten durch Inflation und Krise bemängelt der Bauherr, dass „jeder Tag später noch teurer wird“.

In Startposition

Sein Geschäft, die Werbedruckerei 1a-Shirt, hat Grotlüschen vor ein paar Wochen endgültig an den neuen Hauptsitz an die Auricher Straße verlegt. Die unteren Räume des Abrissgebäudes an der Nordertorstraße 48 stehen damit leer. Die oberen Wohnräume vermietet er nunmehr nur noch kurzfristig an Monteure in Erwartung der endgültigen Baugenehmigung. „Wenn die aber vorliegt, geht es sofort los“, sagte Grotlüschen. Er ist im Übrigen guter Dinge, dass er dann auch entsprechende Baufirmen findet. Zumindest in diesem Segment entspanne sich aktuell die Lage – weil eben viele andere Privatleute aufgrund der Zins- und Kostensteigerung von ihrem Bauvorhaben zurücktreten.

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