Emden - Der offizielle Neujahrsempfang der Stadt Emden soll, wie geplant, am kommenden Samstag unter freiem Himmel im Stadtgarten stattfinden. Das bestätigte Oberbürgermeister Tim Kruithoff am Donnerstagnachmittag gegenüber dieser Zeitung - während über der Stadt die nächste Regenwolke hinwegzog und eine sehr nasse Spur hinterließ. Der Verwaltungschef geht aber davon aus, dass es am Samstag beim Start des städtischen Empfangs ab 11 Uhr nicht regnen wird - notfalls will er aber eine kürzere Rede halten. Tatsächlich sagten einige Wetter-Prognosen am Donnerstag für Samstag eine 80-prozentige Regenwahrscheinlichkeit, null Stunden Sonne und Böen von bis zu 65 Stundenkilometern voraus. Aber das muss ja nicht so bleiben. Am Freitag nun soll im Stadtgarten eine Bühne aufgebaut werden, die geplanten Pavillons für die Präsentation von Vereinen, Institutionen und Wirtschaft sollen am Samstag folgen, hieß es.
Kruithoff hatte sich nach zwei Corona-Ausfällen in den vergangenen Jahren entschieden, den offiziellen Neujahrsempfang in diesem Jahr wieder aufleben zu lassen. Allerdings stand und steht die Nordseehalle wegen der Unterbringung von ukrainischen Flüchtlingen nicht zur Verfügung. Auch das umgebaute Neue Theater ist noch nicht betriebsbereit. Und die Johannes a Lasco-Bibliothek, unter Kruithoffs Vorgänger Bernd Bornemann Ort eines eher festlichen Empfangs, steht offenbar wegen geplanter Umbauarbeiten nicht zur Verfügung.
An diesem Jahr nun will Kruithoff den Neujahrsempfang wieder volksnah als eine Art Open-Air-Elführtje ausrichten lassen. Geplant sind neben seiner Neujahrsrede auch Ausstellungen von einzelnen Institutionen und Vereinen sowie einer Präsentation der Wirtschaft. Vor allem aber will der Verwaltungschef die Veranstaltung, in die auch das Landesmuseum einbezogen werden soll, dazu nutzen, „seine Politik zu erklären“. Und eine kleine Umfrage dieser Zeitung hat gezeigt, dass die Bürger tatsächlich einige Fragen an ihren Oberbürgermeister haben. Womöglich auch im Regen.
