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Jahresauftakt des Oberbürgermeisters Nass, windig und wenig Neues: Emdens Neujahrsempfang unter freiem Himmel

Nass, kalt, windig und trotzdem herrschte weitestgehend gute Stimmung beim Emder Neujahrsempfang 2023 im Stadtgarten.

Nass, kalt, windig und trotzdem herrschte weitestgehend gute Stimmung beim Emder Neujahrsempfang 2023 im Stadtgarten.

Tobias Bruns

Emden - Am Ende tat es dem Oberbürgermeister dann doch ziemlich leid, dass der Neujahrsempfang – Bürgernähe hin oder her – unter freiem Himmel und damit in strömendem Regen stattfinden musste, weil alle großen Veranstaltungsräume belegt waren oder umgebaut werden. Gut 45 Minuten hatte Tim Kruithoff (parteilos) zuvor einen Abriss aller relevanten Bereiche des Stadtlebens des vergangenen und einen knappen Ausblick auf das kommende Jahr gegeben. Viel Neues gab es dabei allerdings nicht zu hören, außer der überraschend stattfindenden „Eiszeit“ in der Nordseehalle. Und das sonst von den Emdern und ihren Gästen so geschätzte Netzwerken rund um den offiziellen Teil des Empfangs fiel dieses Mal auch weitestgehend ins Wasser.

Emder zahlreich vor Ort

Wer es überhaupt bis 12 Uhr im Stadtgarten mit dauerhaftem Regen und kalten Windböen vom Wasser aushielt, der suchte spätestens im Anschluss an die Rede des OB ein warmes Plätzchen. Denn auf Tee der Firma Thiele hatte man aufgrund der Freiluftveranstaltung verzichtet – nicht allerdings auf Neujahrskuchen, von denen Grete Clausen im Vorfeld gut 1500 Stück gebacken hatte.

Findet nach drei Jahren Pause überraschend und sehr kurzfristig nun doch noch in diesem Winter statt: die „Eiszeit“ in der Emder Nordseehalle.

NORDSEEHALLE ÖFFNET FÜR VERANSTALTUNG „Eiszeit“ startet wider Erwarten in wenigen Wochen

Elisabeth Ahrends
Emden

Trotz der Widrigkeiten ließen sich zahlreiche Emder den traditionellen Neujahrsempfang nach zwei Jahren Corona-bedingter Pause nicht entgehen und trotzten durchaus gut gelaunt Wind und Regen. Ausgestattet mit Regenschirm, -jacke und zum Teil sogar Regenhose wollten rund 200 Zuhörer wissen, was der OB zu sagen hatte. Beginnend beim Krieg und der Hilfsbereitschaft der Emder, über die Aussetzung der Städtepartnerschaft mit dem russischen Archangelsk schlug Kruithoff den Bogen zu Bauprojekten wie dem Freibad Borssum, dem Festspielhaus am Wall, aber auch der Trogstrecke. „Warum sage ich Ihnen das?“, warf Kruithoff den Zuhörern die Frage entgegen. „Vertrauen Sie uns bitte. Wir tun alles, die Projekte schnellstmöglich umzusetzen und die Fertigstellungstermine einzuhalten.“

Natürlich blieb auch der Verkehrsversuch nicht unerwähnt, für den eigentlich der Beteiligungsprozess beim Empfang – so war es im November angekündigt worden – starten sollte. Das wird aber erst in „wenigen Wochen“ der Fall sein, wie Kruithoff sagte.

Abstimmung zum Freibad

Stattdessen konnten die Anwesenden über die Neugestaltung der Freibadfassade in Borssum abstimmen.

Weil es um die städtischen Finanzen „nicht zum Besten steht“, müsse es aus eigener Kraft gelingen, die Steuerquote und die Gewerbesteuereinnahmen der Stadt Emden zu verbessern. Beispiele für eine positive Entwicklung sieht Kruithoff etwa in den „vielversprechenden Entwicklungen“ bei Volkswagen und dem Start des Elektrozeitalters im Emder Werk. Außerdem hob er die Entwicklung der Stadt zur „Energiedrehscheibe in Deutschland“ hervor und sprach die Wichtigkeit der Entwicklung des Hafens und des Rysumer Nackens an. Denn: „Die Förderung der Wirtschaft ist kein Selbstzweck. Steuereinnahmen sind unerlässlich, damit wir unsere Aufgaben erfüllen können.“

Konkrete Erklärungen für „seine Politik“, wie es im Vorfeld kommuniziert worden war, blieb Kruithoff letztlich jedoch schuldig. „Meine Vision von Emden bleibt auch im bereits vierten Jahr meiner Amtszeit die einer starken Stadt mit einer ebenso starken bürgerschaftlichen Gemeinschaft und einem ,Corporate Spirit’.“

Elisabeth Ahrends
Elisabeth Ahrends Emder Zeitung (Leitung)
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