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Oldtimerfreunde Krummhörn laden zum Treffen Die alten Traktoren zeigen, was sie können


Laden aufs flache Land zum Oldtimertreffen: die Vorstandsmitglieder (v.l.) Beisitzer Menno Ross, Vorsitzender Malte Weerts, Schriftführerin Cydné Fischer, 2. Vorsitzende Kerstin Fokken, Kassenwart Christian Fokken und Beisitzer Wilko Ross. 
Axel Pries

Laden aufs flache Land zum Oldtimertreffen: die Vorstandsmitglieder (v.l.) Beisitzer Menno Ross, Vorsitzender Malte Weerts, Schriftführerin Cydné Fischer, 2. Vorsitzende Kerstin Fokken, Kassenwart Christian Fokken und Beisitzer Wilko Ross.

Axel Pries

Rysum - Da draußen herrschen die typische ostfriesische Weite der Landschaft und die Farben wachsender Kornfelder: am Schonerwolder Weg bei Rysum. Nur eine Feldscheune durchbricht die Gleichförmigkeit der Ackerflächen. Die hat es in sich, denn dort haben die Oldtimerfreunde Krummhörn ihr Zuhause, und die wollen es in diesem Sommer wieder richtig knattern lassen: beim großen Oldtimertreffen am letzten August-Wochenende.

Es ist erst das vierte Treffen dieser Art, obwohl der Verein bereits seit 2016 besteht. Aber auch dieser Verein musste in der Corona-Pandemie seine Aktivitäten praktisch komplett einstellen. „Es ging fast nichts“, erklärt der Kassenwart Christian Fokken. Erst recht nicht eine Veranstaltung, wie die Oldtimerfreunde sie in den Jahren vor Corona auf den Acker zauberten: mit Hunderten Teilnehmer und Zuschauern, mit Party und Korso über mehrere Tage. Es reichte gerade dazu, die Maschinen in der Halle in Schuss zu halten.

58 Mitglieder

Schätze unterm Scheunendach: Oldtimer-Traktoren der Vereinsmitglieder. Bild: Axel Pries

Immerhin: „Die Mitglieder haben uns die Treue gehalten“, stellt der Kassenwart fest. 58 sind es zurzeit, die meisten sind aus der Krummhörn, ein paar aber auch aus Hinte und Emden. Auch nur mit der Wartung kann man gut zu tun haben. Der Verein versammelt immerhin 26 Fahrzeuge in der Scheune: 21 Traktoren, mehrere Unimogs und Standmaschinen aus der Landwirtschaft. Da finden die Freunde knatternder Acker-Nostalgie alles, was das Herz begehrt: Traktoren von Ford, Hanomag, Deutz oder Fendt. Dazu ein paar Motorräder älterer Bauart. Sie zu pflegen, gegebenenfalls zu reparieren, treffen die Mitglieder sich regelmäßig, helfen sich bei der Beschaffung von Ersatzteilen: „Wir geben uns gegenseitig Hilfestellung bei der Wartung. Der Nächste weiß schon, wie etwas geht“, erläutert der Vorsitzende Malte Weets. Gemeinsam werden Ausflüge unternommen, besucht man die Veranstaltungen anderer Oldtimerfreunde in der weiteren Region. Jetzt wollen auch die Krummhörner wieder einladen.

Versprechen Aktion auf dem Acker: Christian Fokken (l.) und Malte Weerts. Bild: Axel Pries

Kein Eintritt

Das vierte Oldtimertreffen findet vom 26. bis 28. August am Schomerswolder Weg außerhalb der Rysumer Bebauung statt. Von interessierten Zuschauern wird kein Eintritt verlangt, für Parkplätze ist an der Scheune gesorgt. Es gibt Speise- und Getränkestände sowie eine Hüpfburg für Kinder. Haupttag ist Samstag, 27. August. Um 17 Uhr startet der Traktor-Korso.

Bei dem Treffen vom 26. bis 28. August rechnet der Verein mit mindestens 150 Oldtimern und bis zu 1000 Besuchern, „interessierten Laien“, wie der Vorsitzende formuliert. Ihnen bietet der Verein am Haupttag, dem Sonnabend, Versorgung vom Getränkestand bis zur Hüpfburg und spannende Vorführungen auf dem Acker. So soll es wieder ein Schaupflügen und -eggen geben. „Da können die Besitzer auf die Probe stellen, was ihr Fahrzeug noch kann“, meint Christian Fokken. Für die Zuschauer bedeutet das einen interessanten Einblick in die Landwirtschaft des 20. Jahrhunderts. Für die Gastgeber steht natürlich auch der Austausch mit den Mitgliedern anderer Vereine im Mittelpunkt.

Traktor-Korso

Höhepunkt und Abschluss der Aktionen wird einmal mehr der Traktor-Korso sein, der von der Scheune über die Meeden zum Deich an der Knock und am Deich entlang nach Rysum und zurück führt. Abends wird gefeiert, und der Sonntag steht im Zeichen der Heimfahrten der Gäste.

So ein Oldtimer braucht mit seinen 20 Stundenkilometern nämlich einige Zeit, um wieder nach Hause zu kommen.

Axel Pries
Axel Pries Emder Zeitung
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