Emden - Wie kann ein Ratsmitglied sich ein Bild machen, wenn es die Situation vor Ort nicht kennt? Diese Frage hat sich auch der Vorsitzende vom Betriebsausschuss des Gebäudemanagements der Stadt Emden (GME), Alexander von Gliszczynski (FDP), gestellt und bietet jetzt eine Lösung an. Diese ist zwar nicht neu, wurde jedoch von diesem Rat noch nicht praktiziert.

Er fordert den Verwaltungsvorstand auf, die Ausschusssitzungen des GME nicht mehr im Ratssaal stattfinden zu lassen, sondern abwechselnd in den Emder Schulen. Von Gliszczynski: „So ist einerseits gewährleistet, dass die Fachleute des GME anwesend sind und den Ratsmitgliedern für Fragen und Erklärungen zur Verfügung stehen, und anderseits ist gewährleistet, dass die Schulleitungen der jeweiligen Schulen anwesend sind und die Probleme vor Ort direkt aufgezeigt werden können.“

Die Schulen sollen nach einer vom GME aufgestellten Prioritätenliste besucht werden. Viele Mitglieder des Ausschusses, primär die neugewählten Ratsmitglieder, hätten den intensiven Wunsch, sich selber ein Bild und einen eigenen Eindruck von den Gebäuden und dem Zustand zu verschaffen. „Mir persönlich geht es genauso. Ich kenne die Gegebenheiten vor Ort nicht, soll aber objektiv die Ausschusssitzungen leiten und für oder gegen Sanierungsmaßnahmen stimmen“, sagte von Gliszczynski dieser Redaktion. Er würde sich freuen, wenn sein Vorschlag die Zustimmung des Verwaltungsvorstandes finden und umgesetzt würde. „Ich glaube, die Chancen stehen gut“, sagte der FDP-Ratsherr.

Ute Lipperheide
Ute Lipperheide Emder Zeitung