Suurhusen - Ein halbes Dutzend massive Stahlbügel die aus dem Pflaster ragen: Das sind die neuen Fahrradständer, die die Rentnergang in Suurhusen kürzlich vor dem Schiefen Turm aufgebaut hat. „Gestern waren die voll besetzt“, erzählt Gerd Müller, eines der Mitglieder der Gruppe, die sich im Dorf um die Verbesserung der öffentlichen Anlagen kümmert – ehrenamtlich. Am Donnerstag gab es bei den Männern eine Ehrung.
Kurz bevor die tägliche Arbeit angegangen wurde, rief Gerd Müller den Kollegen Hans Sikora zu sich und überreichte ihm eine kleine, geschmückte Gießkanne zur Anerkennung seiner täglichen Bemühungen um den Blumenschmuck im Dorf, dabei besonders im Bereich der Alten Kirche, die täglich von vielen Urlaubern besucht wird. Mit dem Fahrrad und der Gießkanne sei er unermüdlich unterwegs, um die Blumenbeete frisch zu halten, lobte Gerd Müller den 76-Jährigen im Kreis der Rentnergang vor dem Tor der Kirche.
Dort hat die Gruppe der neun aktiven Rentner mit Handwerksgeschick in jüngerer Zeit noch einiges bewirkt. Das Schild mit der Dorfkarte wanderte auf die andere Straßenseite, um Platz für Fahrräder zu schaffen, und daneben steht nun eine neue Sitzbank. Bei den Fahrradständern spendierten die Gemeinde Hinte und die Kirchengemeinde gemeinsam das Material, das die Rentnergang verbaute. Der Einsatz lohne sich, meint Gerd Müller: „Wir hatten hier im Sommer so viele Besucher wie noch nie.“ Ob’s am guten Wetter liegt oder am wachsenden Bekanntheitsgrad des Schiefen Turms als Anlaufpunkt für Fahrradtouristen, könne er aber nicht sagen.
Ansonsten kümmert die Gruppe, die seit 16 Jahren besteht, sich besonders noch um den Sportplatz nebenan und das Feuerwehrgrundstück.
Präses Frank Wessels, Pastor in Suurhusen, der ebenfalls bei der kleinen Ehrung dabei war, lobte das Engagement der Männer, mit denen er häufiger zusammenarbeitet, überschwänglich. Denn sie leisteten dem Dorf einen Dienst, der sonst nicht zu bezahlen wäre. „Die Rentnergang, das ist unser Juwel in Suurhusen.“
