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Schlaganfallklinik in Emden Patientenzahl wieder auf Vorpandemie-Niveau

Präsentieren das neue Zertifikat: Dr. Michael Bauerle, leitender Oberarzt (links), und Chefarzt Professor  Dr. Thomas Büttner.

Präsentieren das neue Zertifikat: Dr. Michael Bauerle, leitender Oberarzt (links), und Chefarzt Professor Dr. Thomas Büttner.

Trägergesellschaft

Emden - Während des ersten Höhepunkts der Pandemie im Frühjahr 2020 wurden auf der Schlaganfallstation (Stroke Unit) im Klinikum Emden nur 57 Prozent der sonst üblichen Patientenzahlen behandelt. Auch war eine Häufung verspäteter stationärer Zuweisungen zu verzeichnen. Im vergangenen Jahr wurden dann wieder mehr als 1000 Schlaganfallpatienten in Emden versorgt. Das teilte die Pressestelle der Trägergesellschaft für die Kliniken in Emden, Aurich und Norden mit.

„Die Folgen eines Schlaganfalls können allerdings gravierend sein“, wird Prof. Dr. Thomas Büttner, Chefarzt der Neurologie am Klinikum Emden, in der Mitteilung zitiert. Oft rufe die plötzliche Durchblutungsstörung im Gehirn bleibende Schäden hervor. Dies könne mit einer rechtzeitigen spezialisierten Behandlung oftmals vermieden oder zumindest verringert werden. Deshalb sei es wichtig, sich sofort in Behandlung zu begeben.

Über 1000 Patienten

Die Emder Stroke Unit behandelt jährlich über 1000 Patienten. Der Trend zum Anstieg der Behandlungszahlen setze sich in diesem Jahr fort. Die Patientenzahlen liegen wieder auf Vorpandemie-Niveau. Das heißt: Während in der Anfangsphase der Pandemie viele Patienten keine professionelle Behandlung erhalten haben, kommen sie nun wieder ins Krankenhaus. Der Chefarzt sieht darin eine Beruhigung der Situation, die für alle Betroffenen wichtig ist. Büttner: „Die zwingend erforderlichen diagnostischen Maßnahmen müssen zügig nach Ankunft im Krankenhaus durchgeführt werden.“ Im Klinikum Emden gelingt das meistens innerhalb von 30 Minuten. Büttner: „Damit ist das Klinikum Emden doppelt so schnell wie der Durchschnitt der neurologischen Kliniken in Deutschland.“

Schlaganfall

Es ist wichtig, einen Schlaganfall rechtzeitig zu erkennen, damit der Betroffene schnell behandelt werden kann. Zu den typischen Symptomen gehören eine plötzliche einseitige Lähmung, ein einseitiges Taubheitsgefühl in Arm, Bein oder Gesicht, ein einseitig herabhängender Mundwinkel oder Sprachstörungen.

Wenn diese Symptome auftreten, sollte schnellstmöglich der Rettungsdienst (112) benachrichtigt und der Verdacht auf einen Schlaganfall geäußert werden. Es kann hilfreich sein, beengende Kleidung zu lockern und den Betroffenen zu beruhigen.

Seit über 20 Jahren werden Schlaganfallpatienten am Klinikum Emden versorgt. Hier bestehe eine kontinuierlich hohe Qualität der Schlaganfallversorgung für Emden und die Region. Dies bestätige auch die Deutsche Schlaganfallgesellschaft, die die Emder Stroke Unit jüngst zum sechsten Mal zertifiziert hat. Die Zertifizierung unterliegt strengen Richtlinien. Die geforderten Qualitätskriterien würden von Mal zu Mal anspruchsvoller. Entscheidend seien nicht nur optimale Prozessabläufe innerhalb der Rettungskette, sondern auch das rechtzeitige Erkennen und Behandeln von Komplikationen wie Schluckstörungen oder Herzrhythmusstörungen. Hierfür ist eine umfassende Schulung und Weiterbildung aller Mitarbeiter unerlässlich, die der leitende Oberarzt der Stroke Unit, Dr. Michael Bauerle, regelmäßig vornimmt.

Zusammenarbeit aller Abteilungen

Von zentraler Bedeutung ist auch der Nachweis einer engen interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen den an der Behandlung von Schlaganfallpatienten beteiligten Fachabteilungen. Büttner: „Auf einer speziellen Schlaganfallstation, wie sie das Klinikum Emden vorhält, kann die erforderliche medizinische Versorgung unverzüglich und mit hoher Qualität gewährleistet werden.“ Die professionelle Behandlung senke die Sterblichkeitsrate erheblich, außerdem treten weit weniger Komplikationen und Einschränkungen durch den Schlaganfall auf.

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