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Emder Schottergarten-Wettbewerb Zehn Familien freuen sich auf naturnahe „Typumwandlung“

Der Emder Schottergarten-Wettbewerb ist entschieden: Mit diesem Foto reihte sich auch die Familie Gök unter den zehn Gewinnern ein, die ihre Kieswüste nun vom Ökowerk naturnah umgestaltet bekommen.

Der Emder Schottergarten-Wettbewerb ist entschieden: Mit diesem Foto reihte sich auch die Familie Gök unter den zehn Gewinnern ein, die ihre Kieswüste nun vom Ökowerk naturnah umgestaltet bekommen.

privat

Emden - Stadt Emden, Ökowerk und die niedersächsische Bingo-Umweltstiftung haben gesucht – und sie haben gefunden: zehn Emder „Gärten des Grauens“, die eine Umwandlung in einen blühenden und insektenfreundlichen Vorgarten absolut verdient haben. Als Sieger auserkoren wurden die dazugehörigen Besitzer nicht nur wegen ihres Mutes, sich mit ihren Schotterwüsten an einem öffentlichen Wettbewerb zu beteiligen, sondern auch, weil sie die Auswahlkriterien am besten erfüllt haben.

Gewinner

Und dies sind die Gewinner: Familie Schülke, Herr Ammermann, Familie Wegbünder, Familie Schoof, Familie Harms, Herr Buse, Frau Hering, Familie Hafen, Familie Gök und Familie König/Keyl. Dass hier nur die Nachnamen veröffentlicht wurden, hat seinen Grund. Denn jetzt nimmt das Ökowerk erst einmal näheren Kontakt auf, um in den nächsten Wochen Beratungsgespräche für die jeweilige Umgestaltung zu führen. So viel aber war vorab schon auf Nachfrage zu erfahren: Die Sieger kommen aus den Stadtteilen Wolthusen, Uphusen, Borssum, Larrelt, Harsweg, Widdelswehr/Jarßum, Constantia und Innenstadt/Bentinkshof. „Eine gute Mischung – ganz über die Stadt verteilt“, freute sich Ökowerk-Geschäftsführerin Dr. Katharina Mohr.

Resonanz

Dass die Resonanz groß sei würde, hatte sich schon kurz nach Wettbewerbsstart gezeigt. Nur ein paar Tage nach der Veröffentlichung in der Presse lagen dem Ökowerk bereits die ersten zehn Bewerber für eine „Typveränderung“ ihres Vorgartens vor. Bis zum Einsendeschluss am 15. März summierte sich die Kandidatenzahl auf 21. Daraus wählte die Ökowerk-Jury, bestehend aus den Gärtnerinnen Heidi und Petra Schwarze, Projektmanager Dr. Frank Gaupels, Geschäftsführerin Mohr sowie den Verwaltungsmitarbeiterinnen Jana Claaßen und Marion Ammermann, zehn Gärten nach einem vorher festgelegten Katalog an Kriterien aus. Ein Vertreter der Emder Stadtverwaltung war als Beobachter dabei.

Kriterien

„Zwei Dinge waren bei der Auswahl die Top-Kriterien“, erläuterte Mohr. „Die Gärten mussten gut von der Straße aus einsehbar, damit sich später nach der Umgestaltung auch andere Leute an ihnen erfreuen können und Anregungen für den eigenen Garten erhalten.“ Das andere Top-Kriterium für die Gewinnerliste lässt sich in zwei Worten zusammenfassen: nur Steine. „Und wenn doch einzelne Pflanzen da waren, haben wir nach ihrem Wert für die Insekten geguckt: Bieten sie überhaupt Nektar und Pollen oder sind es Züchtungen mit gefüllten Blüten, die den Insekten den Zugang zur Nahrung verwehren“, ergänzte Mohr. Auch in diesem Fall galt: je schlimmer, desto besser. Aber eben nur für den Wettbewerb. Denn in den ausgewählten Gärten soll jetzt alles besser werden.

„Die Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen“, betonte Projektleiter Gaupels. Doch auch, wenn das Ökowerk am liebsten allen Interessierten zu einem blühenden Vorgarten verhelfen würde: Mehr als zehn Umgestaltungen gibt das Budget, gespeist aus dem von Bingo und Stadt geförderten Zwei-Jahres-Programm „Falterfreu(n)de: Vielfalt im Vorgarten“ nicht her. Denn bis zum Frühjahr 2023 sich daraus noch weitere Aktionen zu finanzieren. Ganz leer gehen die anderen Bewerber aber nicht aus. Neben Umgestaltungstipps bekommen sie ein Päckchen „Blühmischung“ zur eigenen Anwendung. Außerdem sind alle zur Pflanzenbörse am Sonntag, 24. April, ins Ökowerk eingeladen, um sich weitere Inspirationen zu holen.

Gaby Wolf
Gaby Wolf Emder Zeitung
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