Pewsum - Das Jahr beginnt mit guten Nachrichten für den Krummhörner Nachwuchs im Allgemeinen, und den Pewsumer Nachwuchs im Speziellen. Neu-Ratsherrin Nadine Booken von der Sozialen Wählergemeinschaft Krummhörn (SWK) aus Pewsum hat einen Antrag zum Bau eines größeren Spielplatzes in Pewsum gestellt. Nächste Woche Donnerstag, am 27. Januar, soll das Thema im zuständigen Infrastrukturausschuss beraten werden. Eine politische Mehrheit für das Projekt gilt als sicher.
Ist selber Mutter von zwei Kindern: Nadine Booken (SWK) aus Pewsum. Bild: privat
Bookens Antrag geht über einen Spielplatz hinaus. Wie die Pewsumerin in der Antragsbegründung schreibt, wünscht sie sich konkret eine Freizeitfläche für Kinder und Jugendliche. Wie die konkret aussehen soll, solle in den nächsten Monaten ermittelt werden. Federführend solle Gemeindejugendpfleger Christian Behringer die Wünsche der Kinder und Jugendlichen zusammentragen. Gleichzeitig wäre es schön, wenn die Fläche auch für Senioren geeignet wäre. „Das müssen nicht unbedingt irgendwelche Fitnessgeräte sein, die da herumstehen“, sagt Booken im Gespräch mit dieser Zeitung. „Aber es wäre schön, wenn es auch Gespräche mit den Senioren gebe und so eine generationenübergreifende Fläche entstehen würde.“
So oder so: Die Gemeinde solle nun, falls möglich, eine Kostenschätzung vorlegen und entsprechende Gelder in den Haushalt einstellen, damit die Realisierung möglich ist. „Pewsum und Woquard wachsen durch Baugebiete, und eine attraktive Freizeitfläche wird dringend benötigt“, so die Antragstellerin. Ein konkreter Finanzrahmen schwebt der Pewsumerin zurzeit nicht vor. Es müsse natürlich ein Ausgleich getroffen werden, zwischen den Wünschen der Kinder und Jugendlichen auf der einen und den anderen anstehenden Ausgaben auf der anderen Seite.
SPD will zustimmen
Die politische Gegenseite der SWK, die SPD, signalisiert gegenüber dieser Zeitung Zustimmung zu dem Projekt. „Wo kämen wir denn hin, wenn wir das Projekt ablehnen würden, nur weil wir den Antrag nicht gestellt haben?“, sagt SPD-Fraktionschef Alfred Jacobsen. Die SPD hatte den Bau eines Abenteuerspielplatzes konkret im Wahlprogramm drin, bis dato aber noch keinen entsprechenden Antrag gestellt. „Das Projekt ist eine Herzensangelegenheit von mir.“ Wichtig sei ihm allerdings, „dass wir hier klotzen und nicht kleckern.“ Das Ergebnis müsse mit dem Abenteuerspielplatz in Greetsiel vergleichbar sein und es müssten auch Spielgeräte für Kinder mit Beeinträchtigungen existieren. Die wurden in den vergangenen Jahren in Greetsiel nachgerüstet. „Schön wäre es natürlich, einen Platz zu finden, der nachträglich auch erweiterbar ist.“
Im Gespräch war bisher eine Ansiedlung hinter dem Udo-Solick-Bad. An dieser Stellen wären Jugendhaus, Integrierte Gesamtschule (IGS) und Sportplatz in unmittelbarer Nähe. Auch wenn auch hier eine Zustimmung nicht unwahrscheinlich ist, solle diese konkrete Lage im Zuge der Wunschermittlung mit überprüft werden, so Booken.
