Emden - Tschüss Kopfsteinpflaster! Willkommen Klinkersteine! An mehreren Stellen in der Innenstadt werden buckelige, zum Teil sogar unfallträchtige Fahrbahnbereiche entschärft. Profitieren soll davon insbesondere der Radverkehr. Die Verwaltung hat dafür in dieser Woche Arbeiten für knapp 70.000 Euro bewilligt (wir berichteten).
Unsere Redaktion hatte aus diesem Anlass markante Holperstrecken – nicht nur für Radler, sondern auch für Menschen im Rollstuhl und mit Rollatoren – mit dem Fahrrad angesteuert und Leserinnen und Leser nach den ihrer Meinung nach schlimmsten Straßenbereichen gefragt. Eine Auswahl aus den Reaktionen, die wir per E-Mail und über Facebook erhalten haben:
Christel von Rein verweist auf die beiden Straßen Am Südbahnhof sowie die Verlängerung der Courbierestraße. Sie schreibt: „Das Radfahren ist hier gelinde gesagt nur eine Katastrophe.“
Edda Harders hat den Zustand in der Jan-Klinkenborg-Straße fotografisch dokumentiert. Sie stellt fest: „Nicht nur Radfahrer, insbesondere ältere Leute mit Rollatoren haben große Probleme, diesen Abschnitt zu überqueren.“
Nichts für Menschen mit Rollatoren, sagt Edda Harders: Kopfsteinpfaster in der Jan-Klinkenborg-Straße. BILD: privat
Bernhard Lambertus hat sich aus dem Behördenviertel gemeldet und schildert seine Beobachtung: „Schauen sie sich mal die Upstalsboomstraße an, das ist die schlechteste Straße für Radfahrer und Autofahrer und Fußgänger in Emden. Habe ich schon oft bemängelt, aber es kommt keine Antwort.“
Nicole Leising: „Meine schlechteste Straße in Emden ist die Strohstraße und dazu gehörig die Straße Am Gasthaus. Da ist es egal, ob als Radfahrer, Fußgänger, Autofahrer.“
Holger Dirks: „Rund um Twixlum ist das Schädel-Hirn-Trauma schon fast vorprogrammiert … dabei sind diese Wege teils als Radwanderweg deklariert … hier trifft man häufig auf entnervte Radwanderer.“
An folgenden Stellen im Stadtgebiet werden in Kürze Kopfsteinpflaster–Flächen durch Klinkersteine ersetzt:– Kreuzungsbereich Am Eisenbahndock/Martin-Faber-Straße/Dr. Erich-Brüggemann-Ufer– Kreuzungsbereich Am Eisenbahndock/Friedrich-Naumann-Straße– Am Eisenbahndock/Blaue Brücke– Kreuzungsbereich Mittelwallstraße/Emsmauerstraße– Kolberger Straße
Steffen Kramp: „Vielleicht sollten erst alle Schilder und Ampeln vom Radweg genommen werden. An einigen Stellen steht mehr auf dem Radweg, als Räder draufpassen.“
Uwe Endjer: „Kopfsteinpflaster finde ich gar nicht sooo schlimm. Ich finde die Fahrradwege, die auf die Straße verlegt wurden, viel gefährlicher. 70 Zentimeter Asphalt plus 30 Zentimeter Rinnstein, und der Übergang hat vielfach einen Höhenversatz von bis zu sechs, sieben Zentimeter.“
Stefan Dreyer: „Gibt es da nicht wichtigere Sanierungsobjekte? Kopfsteinpflaster hat auch etwas Historisches, und überall nun rot oder blau eingefärbte Asphaltdecke ist auch nicht unbedingt eine Augenweide.“
