Emden - Dunkle Straßenzüge in Emden sind nicht etwa das Resultat einer neuen städtischen Stromsparoffensive, auch wenn das Thema aktuell in vielen Bereich diskutiert wird. Dass in den vergangenen Tagen im Bereich des Philosophenweges, am Marienwehrster Zwinger und auf dem Wall stellen- und zeitweise das Licht ausgefallen ist, liegt vielmehr an Diebstahl, Vandalismus und Kabelstörungen, wie Stadtsprecher Eduard Dinkela auf Nachfrage mitteilte.
Vandalismus und Kabelschäden
Zwar kontrolliert der städtische Bau- und Entsorgungsbetrieb regelmäßig die Straßenlaternen im gesamten Stadtgebiet und stellt nur selten kaputte Leuchtmittel fest. Bei knapp 7500 Stück kann es aber immer wieder zu Ausfällen kommen. Besonders dann, wenn Wartungsklappen geklaut, Bewegungsmelder kaputtgeschlagen oder Lampen zertreten werden – so wie in jüngster Vergangenheit mehrfach geschehen. Aktuell sorgen aber vor allem Kabelstörungen dafür, dass vermehrt Lampen in Emden dunkel bleiben. Grund dafür sind meistens externe Verursacher, die bei Tiefbauarbeiten Erdkabel beschädigen. Betroffen sind dann nicht nur einzelne Laternen, es kommt vielmehr „zu größeren Ausfällen der Straßenbeleuchtung“, so der Stadtsprecher.
Sicherheit im Fokus
„Unsere Elektriker arbeiten mit Hochdruck daran, diese Störungen sukzessive zu beheben.“ Dafür messen sie den Fehler im Erdreich ein, buddeln das beschädigte Kabel aus und reparieren es an entsprechender Stelle. Ein zeitintensives Verfahren. Kommt es an mehreren Stellen auf einmal zu Ausfällen durch Kabelstörungen, muss deshalb auch „kurzfristig eine Entscheidung getroffen werden, welche Störungen vorrangig bearbeitet werden“, erklärt Dinkela. Denn die Sicherheit der Bürger steht im Vordergrund.
Stromsparen durch Technik
Sie ist auch der Grund dafür, weshalb Überlegungen, die Beleuchtungszeiten zu reduzieren – die es laut Dinkela immer wieder gibt – bisher erfolglos waren. „Zuletzt wurde gerade ein Vorschlag des BEE zur Einsparung von Energie et cetera bei der Beleuchtung der Straßen in Gewerbegebieten gekippt“, rief er in Erinnerung. „Eine Veränderung der Beleuchtungszeiten, um beispielsweise Strom zu sparen, ist momentan insofern nicht geplant.“ Stattdessen setzt die Stadt auf neue Technik, und zwar in Form von Bewegungsmeldern. Die sorgen für die gewünschte Sicherheit, sind umwelt- und zudem insektenfreundlich – und kommen daher vor allem im Emder Grüngürtel, dem Stadtwall, zum Einsatz.
