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Straßensanierung in Emden Ende des Flickwerks am Schnedermannplatz

Die Nahbetrachtung mit Wolfgang Fecht vom Emder Bau- und Entsorgungsbetrieb und Hinrich Post vom städtischen Fachdienst Straßenverkehr zeigt deutlich: Die Straße rund um den Schnedermannplatz hat eine „Anti-Falten-Kur“ dringend nötig.

Die Nahbetrachtung mit Wolfgang Fecht vom Emder Bau- und Entsorgungsbetrieb und Hinrich Post vom städtischen Fachdienst Straßenverkehr zeigt deutlich: Die Straße rund um den Schnedermannplatz hat eine „Anti-Falten-Kur“ dringend nötig.

Gaby Wolf

Emden - Darin waren sich am Dienstagabend bei der Bürger-Information im Kulturbunker in Barenburg alle einig: Die u-förmige Straße rund um den grünen Schnedermannplatz mit dem Spielplatz braucht dringend eine „Anti-Falten-Kur“. Die hässlichen Löcher und buckeligen Flickstellen sind den Anwohnern schon lange ein Dorn im Auge ebenso wie das Parkverhalten mancher Mitnutzer am Straßenrand. Zukünftig mehr Komfort und Ordnung soll jetzt aber die Sanierung bringen, die Wolfgang Fecht vom Bau- und Entsorgungsbetrieb der Stadt Emden am Dienstag vor 15 interessierten Zuhörern vorstellte. Für die mit 387.000 Euro bezifferte Maßnahme wird ein allerletztes Mal der Fördertopf „Sanierung Barenburg“ angezapft. Bereits am Montag, 9. Mai, soll es losgehen.

Klinker-Rahmen für Parkflächen

Dann wird die Emder Straßen- und Tiefbau-Firma Huchtmann zunächst einmal die Baustelle im ersten Sanierungsabschnitt einrichten: die südliche Strecke der Einbahnstraße ab Ludwig-Uhland-Straße bis kurz vor dem ersten Knick im „U“. In insgesamt vier Bauabschnitten sollen Fahrbahn, Parkstreifen und Gehweg einmal komplett um den Platz herum neu gepflastert werden. Mit Betonsteinen der Machart „antik, gerumpelt, grau“ wird das Erscheinungsbild ein ähnliches sein wie das in der Ludwig-Uhland-Straße. Das bedeutet auch: Die Parkflächen am Straßenrand sind künftig durch rotbunten Wittmunder Klinker genau markiert und entsprechend zu beachten.

Historie

Benannt ist der Schnedermannplatz zu Ehren des Emder Kaufmanns Johann Martho Schnedermann (1859 bis 1940) und seiner Frau Anna Catharina, geborene Brons. Diese hatten 1916, mitten im Ersten Weltkrieg, eine Stiftung für Kriegsopfer und ihre Familien gegründet.

Durch die Stiftung wurden Grundstücke an Kriegsversehrte oder Hinterbliebene vergeben. Dies geschah gegen Erbpacht, die auf Lebenszeit erlassen wurde. Der Begünstigte war verpflichtet, ein eingeschossiges Wohngebäude zu errichten. Der Zuschnitt der Grundstücke ermöglichte auch die Anlage eines Gartens und die Haltung von Kaninchen und Schweinen zur Selbstversorgung.

Seit 1988 – nachdem auch die überlebenden Opfer des Zweiten Weltkriegs immer weniger geworden waren – sind es vor allem soziale Einrichtungen, die von der Schnedermann-Brons-Stiftung profitieren.

Zudem wird der Übergang zwischen Parkstreifen und Gehweg barrierefrei gepflastert, kommt also künftig ohne Bordsteinkante aus. Und es sind sieben Straßenlaternen mit energiesparenden LEDs geplant. „Mit der Beleuchtung ist es hier nämlich etwas dünn“, sagte Fecht. Beleuchtet werde gezielt die Fahrbahn und nicht auch noch Schlaf- oder Wohnzimmer, versicherte er. Auch für die Stadtwerke wird die Firma Huchtmann tätig und verlegt am Schnedermannplatz außerdem Glasfaserkabel für schnelles Internet.

Fertigstellung Mitte August

Für die vier Abschnitte rechnet die Stadt mit 13 Wochen Bauzeit, etwa dreieinhalb Wochen pro Etappe. Die Fertigstellung ist Mitte August vorgesehen. Das sei angesichts der baugünstigen Jahreszeit realistisch, sagte Fecht. Ob es aber auch mit der Verkehrsführung in der Baustelle alles so klappt, da gab es bei einigen Anwohnern doch etwas Sorge. „Das ist da durch parkende Autos jetzt schon eng und wenn einzelne Abschnitte gesperrt sind, wird es ja Gegenverkehr geben müssen“, wurde eingewandt. Doch Fecht und Hinrich Post (Fachdienst Straßenverkehr) sind zuversichtlich, dass sich das mit Halteverboten und Rücksichtnahme regeln lässt. Die Erreichbarkeit der Häuser für Rettungsdienst, Notdienst und Feuerwehr werde auf jeden Fall gewährleistet. Für weitere Probleme sei immer ein Vorarbeiter der Baufirma vor Ort ansprechbar, versicherte Fecht.

Gaby Wolf
Gaby Wolf Emder Zeitung
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