Emden - Wenn alles nach Plan verlaufen wäre, hätten die Straßenbauer der Firma Huchtmann jetzt ihre Sachen zusammenpacken können. Doch der Schnedermannplatz in Barenburg ist immer noch Baustelle, der u-förmige Straßenzug drumherum erst zur Hälfte saniert. Denn beim dritten Abschnitt der „Anti-Falten-Kur“ einmal rund herum um das grüne Karree mit Spielplatz sind die Arbeiten ins Stocken gekommen. Das Problem: fehlender Nachschub und krankheitsbedingte Ausfälle.

Der aktuelle Stand am Schnedermannplatz in Barenburg.

Der aktuelle Stand am Schnedermannplatz in Barenburg.

„Bedingt durch Verzögerungen bei der Lieferung von Baumaterialien und Corona wird sich die Fertigstellung bis voraussichtlich Ende September verzögern“, teilte Stadtsprecherin Theda Eilers auf Anfrage mit. Die Anwohner im nördlichen Bereich des Platzes müssen sich also noch gedulden, bis auch vor ihren Hauseingängen die hässlichen Löcher und buckeligen Flickstellen beseitigt und Fahrbahn, Parkstreifen und Gehweg komplett neu gepflastert sind. Dass alles gleich viel aufgeräumter aussieht und ein ganz neues Geh- und Rollgefühl entsteht, wenn die neuen grauen Betonsteine erstmal verlegt, die Parkflächen durch rotbunten Klinker markiert sind und der Gehweg bordsteinfrei erreichbar ist, darüber können sich bisher nur die Anwohner des ersten und zweiten Abschnitts freuen

Immerhin scheint das Miteinander auf der Baustelle zu funktionieren. „Die Bauarbeiter sind immer ansprechbar und sehr hilfsbereit, wenn es Probleme gibt, vom Hauseingang durch die Baustelle zu kommen“, erzählte eine Anwohnerin vor Ort. Auch beim Rausstellen der Mülltonen gebe es Unterstützung. Damit im Notfall zudem Retter und Helfer schnellen Zugang über eine provisorische Fahrbahn haben, steht die Stadt nach eigenen Angaben im stetigen Gespräch mit Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei.

Beziffert ist die Straßensanierung am Schnedermannplatz inklusive neuer Beleuchtung mit energiesparenden LEDs mit 387.000 Euro. Dafür zapft die Stadt ein allerletztes Mal den Fördertopf „Sanierung Barenburg“ von Bund und Land an.

Gaby Wolf
Gaby Wolf Emder Zeitung