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Filmfest Emden-Norderney „Stranger Things“-Star Tom Wlaschiha über die 80er, Radfahren und Matjes

Gut gelaunt mit Ottifant: Tom Wlaschiha nach vollbrachter Lesung bei der Emder Drehbuchpreis-Verleihung.

Gut gelaunt mit Ottifant: Tom Wlaschiha nach vollbrachter Lesung bei der Emder Drehbuchpreis-Verleihung.

Torsten von Reeken

Emden - Dass man mit jemandem, der mit der Serie „Game of Thrones“ zum Superstar wurde und in internationalen Produktionen wie „Rush“, „Mr. Turner – Meister des Lichts“ und „Kommissar Maigret“ gespielt hat, eben mal ganz locker reden kann, als hätte man sich mal gerade eben zum Feierabend auf ein Bierchen getroffen, erlebt man nicht oft. Bei Tom Wlaschiha aber scheint das ganz normal zu sein. Als für das Abschlussfoto nach der Drehbuchpreisverleihung in der Johannes a Lasco Bibliothek der große Moderationstisch auf der engen Bühne beiseite geschoben werden musste, packte er ganz selbstverständlich mit an. Nach dem finalen Auftritt der Ihlower Harfen-Schwestern Lea und Sarah Weiss, die gerade einen feurigen Flamenco auf die Saiten gehämmert hatten, klatschte er genauso begeistert wie der übrige Saal. Für die reifere Dame mit Selfie-Wunsch hatte er genauso ein Lächeln übrig wie für die sechs Teenie-Mädels, die sich erst noch ein Herz fassen mussten, um ihn anzusprechen. Und dazwischen war auch noch genügend Zeit für das besagte lockere Geplauder mit der örtlichen Zeitung.

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In Action: Mit Schauspiel-Kollegin Anjorka Strechel erweckte der „Games of Thrones“-Star Passagen aus den nominierten Drehbüchern zum Leben.

Etwa darüber, wie es so für ihn war, das erste Mal Emden, das erste Mal Filmfest, das erste Mal als Vorleser beim Drehbuchpreis – und das nach diesen Mega-Serien-Erfolgen. „Game of Thrones, Stranger Things, Filmfest – das ist doch die logische Reihenfolge, das konnte nur in Emden enden“, scherzte er gut gelaunt.

Um den Delft geradelt

Ein bisschen Zeit zum Filmgucken war neben dem Drehbuch-Auftritt auch noch. „Ich habe mir ‘Shelter’ angesehen, einen irischen Film auf Gälisch.“ Die durchaus keltischen Anklänge in „Game of Thrones“ haben ihm dabei aber wenig genützt. „Verstanden habe ich nix, aber der Film war interessant.“ In der Stadt hat er sich ebenfalls umgeschaut. „Und ich habe mir vom Hotel ein Rad geliehen und bin um den Delft geradelt“, erzählt er. Tatsächlich sei er mittlerweile passionierter Radfahrer. „Ein Corona-Nebeneffekt, erst bin ich durchs Berliner Umland geradelt, dann durch die Alpen – das macht echt Spaß.“

Zurück in die 80er

Ganz unerkannt ist er bei seinem Emder Radausflug trotz Sonnenbrille nicht geblieben. Jaaa, er sei schon zwei-, dreimal erkannt und um ein Autogramm gebeten worden, gibt er zu. Die Netflix-Mystery-Serie „Stranger Things“ ist eben gerade total angesagt. Vor allem bei den Jüngeren. Obwohl darin die 1980er-Jahre wieder aufleben. „Meine 80er waren allerdings schon etwas anders“, sagt Wlaschiha, der – kaum zu glauben – auch schon Ende 40 ist. „Ich bin bei Dresden aufgewachsen, in der ehemaligen DDR, da gab es zum Beispiel kein BMX-Rad – aber ich habe meinen eigenen Soundtrack auf Audiokassette aufgenommen, ganz klassisch per Mitschnitt vom Radio und oft am Ende abgehackt, weil der Moderator schon wieder reingequatscht hat.“

Emden – London – München

In der Jetzt-Zeit warten auf Wlaschiha nach Emden schon die nächsten Projekte, am Montag in London die Kinopremiere des Animationsfilms „Lightyear“ (Bundesstart: 16. Juni) und danach die Premiere der ARD-Fußball-Serie „Das Netz“ beim Filmfest München. Das Emder Filmfest wird der große Matjes-Fan („an einem Tag habe ich dreimal welchen gegessen“) auf jeden Fall in guter Erinnerung behalten, auch wenn er schon am Samstag wieder abreisen musste. „Aber wenn ich länger geblieben wäre, hätte ich wegen all dem Matjes wahrscheinlich noch einen Eiweißschock bekommen.“

Harmonisches Trio bei der Emder Drehbuchpreisverleihung: Tom Wlaschiha umrahmt von seinen Mitleserinnen Anjorka Strechel (l.) und Vivien Bender (Leiterin  der Emder Stadtbücherei und Koordinatorin der Vorauswahl-Kommission). Foto: Gaby Wolf

Harmonisches Trio bei der Emder Drehbuchpreisverleihung: Tom Wlaschiha umrahmt von seinen Mitleserinnen Anjorka Strechel (l.) und Vivien Bender (Leiterin der Emder Stadtbücherei und Koordinatorin der Vorauswahl-Kommission). Foto: Gaby Wolf

Gaby Wolf
Gaby Wolf Emder Zeitung
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