Greetsiel - Zwei Pandemiejahre in Folge ist die Gemeinde Krummhörn von dem Ausflügler-Ansturm nach Greetsiel überrascht worden. Das soll sich im dritten Jahr nicht wiederholen. Große Hoffnungen setzen Rathaus und Touristik in das Besucherlenkungssystem. Das soll neben einigen anderen Maßnahmen ein Verkehrschaos und einen überfüllten Ortskern verhindern, kündigte die Verwaltung im Jahrespressegespräch an.
Besucherlenkung
Auf Greetsiel gemünzt, sollen potenzielle Besucher bereits vor dem Losfahren sehen können, wie ausgelastet die Parkplätze in dem Ort ist – und sich somit im Zweifelsfall frühzeitig für ein anderes Ziel entscheiden können. Grundsätzlich sei mit diesem System auch viel mehr möglich, erklärte Fachbereichsleiterin Ina Droll-Dannemann.
„Das System ist modular aufgebaut und kann entsprechend leicht ausgebaut werden.“ Theoretisch könnten Gastwirte etwa die Zahl ihrer verfügbaren Plätze dort in Echtzeit anzeigen lassen. Das sei aber Zukunftsmusik, gestartet wird 2022 mit der Parkplatz-Info.
Wohnmobilstellplatz
Erhöht wird sie in den nächsten Wochen nicht, auch ein Ausbau der Abstellflächen in Upleward hin zu einem richtigen Wohnmobilstellplatz mit Versorgungsleitungen sei zurzeit nicht geplant. „Wir sind aktuell dabei, unseren Wohnmobilstellplatz in Greetsiel in Schuss zu bringen“, sagte Bürgermeisterin Hilke Looden (parteilos).
Zusätzlich solle ein Platzwart eingestellt werden, der vor Ort die Kontrolle regelt.
Fahrradstellplätze
Auch Radfahrer haben im vergangenen Jahr für Schlagzeilen gesorgt. Denn manche von ihnen stellten ihre Fahrräder mitten im Ortskern ab. Feuerwehrleute und andere Einsatzkräfte bemängelten anschließend, dass ihnen abgestellte Fahrräder den Weg Richtung Hafen versperrt hätten. Das solle sich nach Möglichkeit in diesem Jahr nicht wiederholen, sagte Looden. „Wir müssen die Fahrradfahrer schon vorher abfangen.“ Konkret gelingen solle das durch rund 200 ordentliche Fahrradstellplätze. „Dort werden auch Schließfächer für Rucksäcke oder Ähnliches eingerichtet“, sagte Pressesprecher Fritz Harders. Ob die Stellplätze überdacht sind, werde zurzeit noch geprüft, so Droll-Dannemann. Als Standorte seien zurzeit wie im vergangenen Jahr die Oase, sowie auf der anderen Ortsseite der Parkplatz am Sportplatz geplant.
